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Frankfurt
Cum-Ex-Affäre: Staatsanwälte bei Kanzlei Freshfields

Frankfurt. Im Steuerskandal um Cum-Ex-Geschäfte ist die Großkanzlei Freshfields ins Visier der Ermittler geraten. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt durchsuchte Räume von Freshfields Bruckhaus Deringer, wie die Kanzlei auf Anfrage mitteile. Die Durchsuchung habe sich auf ein früheres Mandatsverhältnis bezogen, "welches die Beratung im Zusammenhang mit sogenannten Cum-Ex-Geschäften zum Gegenstand hatte, die schon einige Jahre zurückliegen", erklärte sie. Man sei zuversichtlich, dass die Prüfung der Staatsanwaltschaft ergeben werde, "dass unsere Beratung rechtlich nicht zu beanstanden ist".

Bei den umstrittenen Cum-Ex-Deals schoben Investoren rund um den Dividendenstichtag Aktien mit und ohne Ausschüttungsanspruch hin und her. Dabei wurde Kapitalertragsteuer doppelt erstattet, obwohl sie nur einmal gezahlt wurde. Schätzungen über den Schaden für den Fiskus reichen von zehn bis 32 Milliarden Euro. 2012 wurde das Steuerschlupfloch geschlossen. Ob die Geschäfte illegal waren, ist noch nicht abschließend richterlich geklärt.

(dpa)
 
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