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Düsseldorf
HSBC-Trinkaus-Gewinn klettert auf 153 Millionen Euro

Düsseldorf. Das Düsseldorfer Geldhaus gewinnt nach eigenen Angaben Marktanteile und will weiter organisch wachsen.

Das zur Großbank HSBC gehörende Bankhaus HSBC Trinkaus hat nach einem Gewinnsprung im Halbjahr seine Jahresprognose in die Höhe geschraubt. HSBC Trinkaus erwarte nun einen Anstieg des Vorsteuerergebnisses "im oberen einstelligen Bereich", teilte die Bank gestern mit.

Zu Jahresbeginn war die Vorstandssprecherin Carola von Schmettow noch von einem leichten Plus ausgegangen. "Die Bank ist in einer guten Lage", sagte von Schmettow nun: "Wir gewinnen Marktanteile", betonte sie. Das stark auf Dienstleistungen für Kunden basierendes Geschäftsmodell habe sich erneut als leistungsfähig erwiesen. Vor allem das Provisionsergebnis konnte HSBC Trinkaus ausbauen - dies zeige die Stärke der Bank im Ausbau des Kundengeschäfts. Das Provisionsergebnis stieg um etwa 8,7 Prozent auf mehr als 259 Millionen Euro. Damit verdiente die Bank nach eigenen Angaben rund 20 Millionen Euro mehr an Provisionen als im ersten Halbjahr 2016.

Insgesamt kletterte das Vorsteuerergebnis im Halbjahr auch durch Sondereffekte um etwa 31,5 Prozent auf 153,2 Millionen Euro. Rechnet man diese heraus, blieb noch ein Plus von 14,1 Prozent.

Die Bank wirbt seit Sommer 2013 verstärkt um deutsche Mittelständler und setzt dabei auch auf das dichte Netzwerk ihrer Konzernmutter HSBC, um die Unternehmen in Auslandsmärkte etwa in Asien zu begleiten. Das Geldhaus hatte auch rund 300 neue Mitarbeiter an Bord geholt. HSBC stellte zusätzliches Kapital zur Verfügung, um das Wachstum zu unterlegen. Die Kernkapitalquote bei den Düsseldorfern lag im Halbjahr bei rund 12,6 Prozent.

HSBC Trinkaus wolle weiter organisch wachsen, sagte von Schmettow, schließe Zukäufe aber nicht kategorisch aus. HSBC hält knapp 81 Prozent an ihrer deutschen Tochter.

(RP/rtr)
 
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