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Paris
Industriestaaten versprechen 420 Millionen Dollar fürs Klima

Paris. Vor der entscheidenden Verhandlungswoche beim Weltklimagipfel haben die Industriestaaten ihre Finanzzusagen für arme Staaten präzisiert. So kündigten die G-7-Länder am Wochenende an, 420 Millionen Dollar (rund 395 Millionen Euro) für Unwetter-Versicherungen in Entwicklungsländern bereitzustellen. Damit sollen 180 Millionen Menschen gegen Schäden durch Dürren, Stürme und andere Unwetter versichert werden. Zudem veröffentlichte das UN-Klimasekretariat eine Liste aller bereits versprochenen Gelder aus den Industriestaaten. Derweil kamen die Verhandlungen einen Schritt voran. Die Delegierten legten einen Vertragsentwurf vor, über den heute die Umweltminister verhandeln sollen. Für Freitag ist der Beschluss über ein neues globales Klima-Abkommen geplant.

Die Frage, wie arme Staaten beim Klimaschutz und bei der Anpassung an die Erderwärmung finanziell unterstützt werden sollen, ist einer der zentralen Streitpunkte des Gipfels. Bei vergangenen Konferenzen hatten sich die Industriestaaten verpflichtet, ab 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar aus öffentlichen und privaten Mitteln zur Verfügung zu stellen. In Paris verlangen Entwicklungsstaaten genauere Angaben dazu, wie das Geld zusammenkommen soll.

Die vom Klimasekretariat vorgelegte Aufzählung der einzelnen Geldzusagen enthält keine Gesamtsumme - durch die unterschiedlichen Formen der finanziellen Versprechen lässt sich der Betrag schwer berechnen. Aus Verhandlungskreisen hieß es allerdings, insgesamt kämen "mehr als 90 Milliarden Dollar" zusammen. Ein Teil davon sind private Investitionen, die durch staatliche Gelder wie Subventionen angeregt werden sollen.

(epd)
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