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Köln
NRW soll Hochschule für Programmierer bekommen

Köln. Bekannter Gründer aus Köln treibt Projekt voran. Von Reinhard Kowalewsky

Beim Vormarsch in die digitale Wirtschaft könnten die Unternehmen aus NRW unerwartete Unterstützung bekommen. Thomas ("Tom") Bachem, Mitgründer einer Reihe an Unternehmen wie Lebenslauf.com, der Videoplattform Sevenload oder United Prototype (Webseiten-Betreuung) plant, in Köln eine private Fachhochschule zu gründen, die Programmierer zum Entwerfen von Online-Programmen ausbildet. "Sehr viele Unternehmen suchen in diesem Bereich mehr praxisorientierte Fachkräfte", erzählt der 30-jährige Betriebswirt und Vorstand im Bundesverband Deutscher Start-Ups, "also bin ich sicher, dass wir eine Reihe an Partnern und Geldgebern für den Aufbau der neuen Hochschule finden werden"

Von der Politik, von Firmen und Experten gibt es Rückendeckung für die "Code University" (Der Name ist angelehnt an den Programmcode). So prüft Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) nach mehreren Gesprächen mit Bachem, wie das Land helfen kann. "Das wäre ein starkes Signal", sagt Duin unserer Redaktion, "Ich bin dankbar für solche Pioniere der Digitalwirtschaft." Ähnlich sieht das Thomas Jarzombek, Digitalexperte der CDU-Bundestagsfraktion aus Düsseldorf: "Die Internetfirmen suchen händeringend gute Programmierer und holen sich häufig Leute aus Osteuropa. Also wäre eine solche Ausbildungsinstitution eine sinnvolle Sache." Und sowohl beim Reiseportal Trivago in Düsseldorf, als auch bei der Telekom in Berlin bestätigen Experten, wie schwer es ist, gute Programmierer zu finden. "Um neue Arbeitsplätze zu schaffen, wäre die Hochschule also eine gute Idee", meint Klemens Skibicki, Wirtschaftsprofessor und Webexperte aus Köln.

Die große Frage ist nun, ob die neue Hochschule wirklich nach Köln kommt, oder ob Bachem sie am Ende doch in Berlin ansiedelt. "Die Internetszene dort ist größer und es gibt da auch noch mehr Talente aus dem Ausland", sagt er. Andererseits hängt der Kölner an seiner Heimatstadt und sieht eine Reihe an Unternehmen in NRW als mögliche Partner an: "Kleinere, praxisorientierte Hochschulen gibt es in NRW ja schon viele, also würden wir an deren Erfolg anknüpfen."

Quelle: RP
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