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Auch Osteuropa durch niedrige Arbeitskosten im Vorteil
Europäische Konzerne verlagern Produktion weiter nach Asien

Paris (rpo). Die Billigproduktion in Asien erfreut sich wachsender Beliebtheit. Die großen europäischen Unternehmen werden ihre Produktionsstätten nach einer internationalen Studie verstärkt dorthin verlagern.

Demnach wird die Verlagerung der Fertigung künftig weniger die Kleidungsindustrie, verstärkt aber die Produktion von Haushaltsgeräten, Brillen, Werkzeugen, Möbeln und Geschirr betreffen. Das geht aus einer Studie des Consulting-Unternehmens Mercer Management hervor, von der die Nachrichtenagentur AFP am Montag ein Exemplar erhielt. Für die Studie wurden 50 europäische Konzerne mit einem Jahresumsatz von 260 Milliarden Euro befragt.

Verlagert werden die Produktionsstätten laut Mercer Management vor allem nach China. Von den befragten Einkaufschefs rechnen 42 Prozent damit, dass sie schon im Jahr 2005 mehr als zehn Prozent ihrer Einkäufe in Billiglohnländern tätigen werden. Derzeit gilt dies erst für 15 Prozent.

Aus Europa werden dem Consulting-Unternehmen zufolge in manchen Branchen noch Anteile von mehreren Dutzend Prozent des Geschäftes in Billiglohnländer ausgelagert. Bei Textilien liege die Quote der Produktion in asiatischen Ländern schon jetzt bei rund 50 Prozent und habe damit allmählich ihren Höchstwert erreicht.

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