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Düsseldorf
WGZ Bank: Düsseldorf soll wichtiger Standort bleiben

Düsseldorf. In den Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretern über den geplanten Stellenabbau im Zuge der Fusion von WGZ- und DZ-Bank will WGZ-Chef Hans Bernd Wolberg nächste Woche "den Sack zumachen". Die Unternehmensführung und der Betriebsrat seien sich einig geworden, sagte Wolberg bei der Bilanzvorlage der WGZ. Insgesamt sollen bei dem Zusammenschluss rund 700 Vollzeitstellen abgebaut werden. Davon würden, wenn man rein proportional rechnete, in Düsseldorf nur etwa 150 Jobs gestrichen. Aber es wandern eben auch Arbeitsbereiche nach Frankfurt ab.

Düsseldorf behalte aber "herausragende Bedeutung", sagte Wolberg und verwies darauf, dass nach der für den 1. August geplanten Fusion alle Mitgliedsbanken des Verbundes sowie wichtige Firmenkunden aus den Regionen West, Nord und Ost aus der NRW-Landeshauptstadt heraus betreut werden sollten.

Im vergangenen Jahr hat die WGZ ihren Vorsteuergewinn um etwa zwölf Prozent auf rund 346 Millionen Euro gesteigert. Das mindert indes nicht die Sorgen wegen der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). "Die Sparkultur wird systematisch unterminiert", sagte Wolberg, der Geldabhebungen in größerem Ausmaß nicht ausschließt, wenn Banken irgendwann Strafzinsen auch auf die Guthaben von Privatkunden fordern sollten.

Gegen die Bankenabgabe will Wolberg sich wehren, weil sie nicht steuerlich abzugsfähig ist. Auch der Gang zum Europäischen Gerichtshof ist nicht ausgeschlossen. Denn es gibt Zweifel, ob die Abgabe konform ist mit dem Europa-Recht.

(gw)
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