| 08.04 Uhr

Nürnberg
Wieder Rekord am Arbeitsmarkt

Nürnberg. Die Arbeitslosenquote lag so niedrig wie zuletzt vor 25 Jahren.

Der Herbstaufschwung und die stabile Konjunktur haben dem Arbeitsmarkt einen goldenen Oktober beschert. Mit 2,54 Millionen sank die Zahl der Jobsucher auf ein Rekordtief - weniger Arbeitslose hatte es zuletzt vor 25 Jahren kurz nach der Wiedervereinigung gegeben. Damit waren zuletzt 68.000 weniger Männer und Frauen arbeitslos gemeldet als im September und 109.000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte.

Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 5,8 Prozent zurück. Selbst nach Abzug saisonaler Effekte wäre die Arbeitslosigkeit um 13.000 zurückgegangen. Würden aber alle an einem Job interessierten Flüchtlinge mitgezählt, wäre die Zahl deutlich höher. Solange sie Integrations- und Berufsvorbereitungskurse absolvieren, gelten sie offiziell nur als "arbeitssuchend".

Für BA-Chef Frank-Jürgen Weise gibt es dennoch keinen Zweifel: "Der Arbeitsmarkt hat sich im Oktober gut entwickelt." Er führt den etwas stärkeren Rückgang der Oktober-Arbeitslosigkeit vor allem auf die gute wirtschaftliche Lage zurück: "Die Konjunktur läuft gut, auch wenn es einen leichten Dämpfer gab. Der private Konsum ist sehr stark, der Bausektor ebenfalls", sagte Weise. Auch in anderen Branchen laufe es rund.

In NRW ging die Arbeitslosigkeit um rund 12.000 auf 702.000 gemeldete Arbeitslose zurück. Das ist der niedrigste Stand seit Januar 2012. Zugleich waren 145.000 offene Stellen gemeldet - gut 17.000 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote sank zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 7,4 Prozent.

Mit Beginn des Ausbildungsjahres haben 20.600 Bewerber noch keine Lehrstelle gefunden. Gleichzeitig gab es Ende September noch 43.500 freie Plätze, wie die BA mitteilte. Damit sei die Zahl der unversorgten Kandidaten zum Vorjahr weitgehend stabil geblieben.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Nürnberg: Wieder Rekord am Arbeitsmarkt


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.