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David Bowie
Zehn Cover-Versionen für die Ewigkeit

Düsseldorf . Chris Hadfields Version von "Space Oddity" ist die wohl ungewöhnlichste Coverversion eines Bowie-Songs: Der Astronaut nahm das Video dazu 2013 auf – im Weltall. Dutzende Songs des verstorbenen Sängers wurden schon neu interpretiert. Eine Auswahl der Besten. Von Jessica Kuschnik

Schwerelos schwebt Chris Hadfield durch die Raumstation ISS, in der Hand hält er eine Gitarre. Er blickt aus dem Bullauge hinab auf die Erde – ein beeindruckender Anblick. "Ground Control to Major Tom, Commencing countdown, engines on", singt der Astronaut.  Es sind nicht Hadfields Worte, sondern die von David Bowie aus seinem Song "Space Oddity" (1969).

Zusammen mit Emm Gryner, einer befreundeten Musikerin, die auch schon mit Bowie auf der Bühne stand, veröffentlicht Hadfield das Video aus dem All und landet damit einen Hit. Innerhalb kürzester Zeit wird der Clip Millionenfach angesehen. Bis heute wurde er mehr als 27 Millionen Mal angesehen.  

"Space Oddity" gehört zu den am meisten gecoverten Songs von David Bowie. Auch Schauspieler William Shatner, bekannt als Captain Kirk aus der Serie "Raumschiff Enterprise", versuchte sich bereits an dem Stück. Beeindruckend auch die Version der Smashing Pumpkins, die etwa zur gleichen Zeit im Jahr 2013 im Rahmen der "Guitar Center Sessions Live" in Austin (Texas, USA) auf dem Dach eines Hochhauses entstand. Sänger Billy Corgan schreit vom Dach, als wolle er, dass er noch im Weltall gehört wird. 

Bowies Song "Heroes" aus dem Jahr 1977 wurde nicht nur von David Guetta gesampled. Auch die Produzenten des Films "Moulin Rouge" bedienten sich für das Medley "Elephant Love" dieses Songs. Schauspieler Ewan McGregor singt zusammen mit Nicole Kidman ein paar Zeilen des Stücks: "We could be heroes, just for one day".

Dass David Bowies Songs für Filme genutzt werden, kommt öfter vor. Schauspielerin Jessica Lange sang vergangenes Jahr für die US-Serie "American Horror Story" (Fox) den Titel "Life on Mars" (1971) ein. Der Clip gewann schnell an Popularität und wurde bereits 1,6 Millionen Mal angesehen. 

Unvergessen ist auch die "MTV unplugged"-Session von Nirvana in New York. Sänger Kurt Cobain interpretierte dort "The Man who Sold the World" (1970). Die Session fand im November 1993 statt, fünf Monate später nahm sich der Sänger im Alter von 27 das Leben. 

Eine wahrlich meisterhaft Inszenierung des Bowie-Songs "Sound and Vision" (1977) lieferte Sänger Beck vor einigen Jahren – in Zusammenarbeit mit mehr als 160 Helfern, unter ihnen sein Vater David Campbell. Chor, Orchester, Band, das neunminütige Stück ist eine wahre Hommage an Bowie. 

Dass die White Stripes bereits zu Beginn ihrer Karriere große Fans von David Bowie waren, beweist ein Audiotape der Band, das in ihren frühen Jahren entstanden ist. Darauf covern sie den Song "Moonage Daydream" (1972). Es wird spekuliert, dass diese Version im Jahr 1997, also dem Gründungsjahr der White Stripes, entstanden ist.

Songs des Sängers David Bowie auf portugiesisch gibt es im Rahmen des Wes Anderson Films "The Life Aquatic with Steve Zissou". Der brasilianische Star Seu Jorge widmet sich sehr einfühlsam den Liedern des Musikers, unter anderem "Rock ‘n' Roll Suicide" (1972). 

Tori Amos wagte sich an eine ganz spezielle Interpretation des Songs "After All" (1970). Vor 15 Jahren nahm sie sich bekannte Songs männlicher Kollegen vor und rückte sie in die weibliche Perspektive. Auch David Bowies Stück erwischte es. 

Ebenfalls eine weibliche Note verpassten Warpaint einem Bowie-Song, und zwar "Ashes to Ashes" (1980). Mit dem Original hat die Version nur entfernt zu tun, doch schlecht ist das nicht.

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