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München
Gurlitt-Cousine legt Beschwerde gegen Gutachten ein

München. Im Rechtsstreit um das Testament des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt ist noch immer kein Ende in Sicht. Seine Cousine hat vor dem Oberlandesgericht (OLG) München drei Gegengutachten vorgelegt, die beweisen sollen, dass Gurlitt nicht Herr seiner Sinne war, als er sein Testament verfasste. Das teilten ihre Anwälte gestern in München mit. Das OLG bestätigte den Eingang der Stellungnahme. Ein Sachverständiger war zuvor in einem 146 Seiten langen medizinischen Gutachten dagegen zu dem Schluss gekommen, Cornelius Gurlitt sei testierfähig gewesen und habe seine Kunstschätze im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte an das Kunstmuseum Bern vererbt.

Die Cousine Uta Werner erhebt selbst Anspruch auf das millionenschwere Erbe und die Kunstsammlung, deren Fund die Kunstwelt 2013 in Atem hielt. Viele der über 1000 Kunstwerke, die damals gefunden und von den Behörden sichergestellt wurden, galten als Nazi-Raubkunst.

(dpa)
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