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Berlin
Kritik an Berlinale hält an: "sehr stark Profil verloren"

Berlin. Die Berlinale-Kritiker haben ihre Ablehnung des gegenwärtigen Kurses des Festivals bekräftigt. Die Filmfestspiele hätten "sehr stark an Profil verloren, auch international", sagte der Regisseur Christoph Hochhäusler dem Berliner "Tagesspiegel". Sie seien vollkommen unübersichtlich geworden. "Wenn man 400 Filme präsentiert, ist die Frage: Was meint das noch?" Zahlreiche Regisseure und Regisseurinnen - darunter Fatih Akin, Maren Ade, Doris Dörrie und Volker Schlöndorff - hatten in einem Aufruf einen kompletten Neuanfang für die Berlinale gefordert. Hochhäusler, der Dozent an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin ist und zu den Unterzeichnern zählt, sagte, der deutsche Film fühle sich dort "nicht mehr so gut aufgehoben".

Er kritisierte vor allem die Berlinale-Reihe "Perspektive Deutsches Kino": "Im Grunde ist sie ein Ghetto, kein internationaler Gast verirrt sich je dorthin. Das deutsche Kino schmort im eigenen Saft und ist auf der Berlinale wie weggesperrt - während der Anteil deutscher Filme im Hauptprogramm nicht gestiegen ist." Der Vertrag des Berlinale-Chefs Dieter Kosslick läuft 2019 aus.

(dpa)
 
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