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Neue Forschungsergebnisse
Shakespeare soll Co-Autoren gehabt haben

Neue Forschungsergebnisse: William Shakespeare soll Co-Autoren gehabt haben
Seine Werke soll Shakespeare nicht alleine geschrieben haben. FOTO: ap, SRS
London. Bei mehr als einem Drittel seiner Werke soll William Shakespeare Hilfe von anderen Autoren gehabt haben. Das zeigen jetzt neue Forschungsergebnisse.

An 17 von 44 Stücken, die dem englischen Dramatiker zugerechnet werden, hätten auch andere mitgearbeitet, teilten die Forscher am Montag mit. Auf Grundlage ihrer Untersuchung wird in der neuen Ausgabe von William Shakespeares gesammelten Werken einer dieser Künstler, Christopher Marlowe, sogar als Co-Autor von "Henry VI." geführt.

Marlowe war Dichter, Dramatiker und Teilzeit-Spion im Dienste Ihrer Majestät. Der Autor von Werken wie "Tamerlan der Grosse" und "Dido, Königin von Karthago" wurde 1593 unter mysteriösen Umständen erstochen.

Um seinen und den Einfluss anderer Zeitgenossen auf Shakespeares Werke herauszufinden, nutzte ein Team aus 23 international renommierten Forschern ein spezielles Computerprogramm, mit dem sie in Texten Shakespeares und anderer nach Mustern suchten.

"Shakespeare erkannte – so wie andere Genies auch – den Wert anderer Leute", sagte Forschungsleiter Gary Taylor, ein Professor an der Florida State University, am Montag: "Wofür ist Shakespeare bekannt? Für das Schreiben von Dialogen, Interaktionen zwischen zwei Leuten. Man möchte doch annehmen, dass es in seinem Leben auch Dialog mit anderen Leuten gegeben hat."

(mre/ap)
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