| 09.25 Uhr

Zeit investieren, Regeln beachten
Der richtige Helm sitzt, wackelt und hat Luft

Aufsitzen, Schlüssel umdrehen und - ganz wichtig - auch aufsetzen: Ohne geht gar nichts, aber auch mit Helm kann die Motorradtour noch gefährlich sein. Denn der Helm schützt nur vor schweren Verletzungen und rettet Leben, wenn er richtig sitzt. Im reichhaltigen Angebot den passenden Helm zu finden, braucht eine gute Beratung und Zeit.

Der Helm passt optimal, wenn er nirgendwo drückt. Er darf weder zu eng, noch zu weit sein und sich mit geschlossenem Kinnriemen auch mit großem Kraftaufwand nicht vom Kopf ziehen lassen. Brillenträger sollten darauf achten, dass der Helm nicht auf die Brillenbügel drückt. Nur auf- und dann gleich wieder absetzen, bringt nichts: Das Tragen sollte mindestens zehn Minuten dauern, rät der ADAC. Nur so lasse sich beurteilen, ob er angenehm sitze, ob der Kinnriemen drücke oder ob ein Wärmestau auftrete. Der Kunde sollte möglichst den Probehelm kaufen oder den origalverpackten nochmal testen. Zudem sollte der Helm keine rauhen Kanten haben, die Innenausstattung fest in der Schale sitzen, Visier und Verschluss einwandfrei funktionieren und die Helmfunktionen auch mit Handschuhen zu bedienen sein. Das Visier sollte beschlagfrei und kratzfest sein und über eine Einstellung für Feinbelüftung verfügen, das heißt, dass die Unterkante fünf bis zehn Millimeter geöffnet werden kann.

Schwarz ist vielleicht schicker, Weiß garantiert aber sicherer: Eine Tagesleuchtfarbe, möglichst mit zusätzlichen Reflexstreifen sorgt für mehr Sicherheit bei Nacht. Ein heller Helm heizt sich im Sommer zudem weniger stark auf und ist dadurch angenehmer zu tragen, so der ADAC. Markenname oder gefälliges Design sollten nicht zum Kauf verführen; guter Sitz geht vor. Ein hoher Kaufpreis ist keine Garantie für besondere Qualität. Gute Motorrad-Helme, das haben viele Helm-Tests gezeigt, müssen nicht zwangsläufig auch teuer sein.

Eine große Auswahl an Modellen im Geschäft ist genauso wichtig wie eine umfassende Beratung. Ein Blick auf den vorgeschriebenen Stoffeinnäher zeigt, ob der Helm nach der neuesten Norm geprüft ist. Im Augenblick ist es die ECE 22/04, ab 2002 gilt verbindlich ECE 22/05. Beginnt die Nummer auf dem Einnäher weder mit "05" noch mit "04" - lieber weitersuchen.

 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Zeit investieren, Regeln beachten: Der richtige Helm sitzt, wackelt und hat Luft


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.