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OECD-Studie zu Deutchland
Fettleibigkeit ist wachsende Ursache für Krankheiten

Ärzte schlagen Alarm: Fettleibigkeit wird als Todesursache häufiger
FOTO: Shutterstock.com/ Goodluz
Paris . Die Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist in Deutschland in den vergangenen fünfzig Jahren um etwa 60 Prozent gesunken. Blutthochdruck, Diabetes und ein zu hoher Cholesterinspiegel aufgrund von Fettleibigkeit sind dagegen wachsende Probleme, so eine OECD-Studie.

Mit 310 Todesfällen pro 100.000 Einwohner sterben aber noch immer etwas mehr Menschen an Schlaganfällen, Herzinfarkten und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen als im OECD-Durchschnitt, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mitteilte.

Im Gegensatz zu vielen anderen OECD-Ländern sterben die Menschen in Deutschland aber offenbar erst im höheren Alter an solchen Krankheiten. Die Zahl der potenziell verlorenen Lebensjahre sei im Durchschnitt niedriger als im OECD-Raum, heißt es in dem Bericht.

Durch den weltweiten Anstieg von Übergewicht, Fettleibigkeit und Diabetes vor allem bei jungen Menschen könnte die positive Entwicklung demnach allerdings gestoppt werden und sich sogar umkehren. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nach wie vor die häufigste Todesursache in OECD-Ländern. Häufig stehen sie mit Fettleibigkeit und Diabetes in Verbindung.

In Deutschland ist starkes Übergewicht zwar weniger verbreitet als in vielen anderen Staaten, es gibt aber einige Risikofaktoren, bei denen Deutschland im internationalen Vergleich dem OECD-Bericht zufolge relativ schlecht dasteht. So seien Bluthochdruck und erhöhte Cholesterinwerte in Deutschland verbreiteter als im Schnitt der 34 Industrieländer. Auch rauchte 2011 gut jeder fünfte Erwachsene, bei den Jugendlichen waren es mit 22,4 Prozent noch etwas mehr. Allerdings ist die Raucherquote vor allem bei Jugendlichen in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich gesunken.

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Auf der anderen Seite gibt Deutschland mehr Geld zur Vorbeugung aus als der OECD-Schnitt, und auch die medizinische Grundversorgung liegt demnach über dem Mittel. In dem Bericht wird allerdings auch darauf verwiesen, dass in keinem anderen OECD-Land außer Ungarn im Verhältnis zum Vorkommen der Krankheit mehr Menschen wegen Diabetes ins Krankenhaus eingewiesen werden als in Deutschland.

Auch chronische Herzinsuffizienz werde weit häufiger im Krankenhaus behandelt als anderswo. Beide Krankheiten könnten bei qualitativ hochwertiger Grundversorgung aber auch gut außerhalb des Krankenhauses therapiert werden.

Das Risiko, innerhalb von 30 Tagen nach einem Hirninfarkt oder einer Hirnblutung zu sterben, ist in Deutschland wesentlich geringer als im OECD-Durchschnitt. Für Patienten mit Herzinfarkt liegt es mit 8,9 Prozent etwas über dem OECD-Durchschnitt (7,9 Prozent).

(AFP)
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