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Lkw-Fahrer angeklagt
Prozess um tödlichen Unfall mit Polizei-Auto

A44 bei Paderborn: Prozess um tödlichen Polizei-Unfall
Das Wrack des Streifenwagens. FOTO: dpa, mb jai
Paderborn. Die Polizisten warten in ihrem Wagen auf dem Seitenstreifen der A44 auf ihre Ablöse. Das Blaulicht ist angeschaltet. Dann fährt ungebremst ein Lkw gegen ihr Auto. Die beiden Beamten kommen ums Leben. Ein Gericht muss jetzt klären, wie es zu dem Unglück bei Paderborn kam.

Vor dem Landgericht Paderborn soll von Dienstag an der Tod von zwei Autobahnpolizisten aufgeklärt werden.
Die Anklage wirft einem Lastwagenfahrer fahrlässige Tötung vor. Er soll den Streifenwagen, in dem die beiden Beamten saßen, Anfang Juli auf der Autobahn 44 bei Lichtenau südlich von Paderborn ungebremst erfasst haben. Die Polizisten im Alter von 46 und 51 Jahren starben in dem brennenden Wrack.

Die beiden hatten auf dem Standstreifen mit angeschaltetem Blaulicht, Abblendlicht und Warnblinker auf Kollegen gewartet. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 34-jährige Lastwagenfahrer aus Bramsche bei Osnabrück übermüdet war. Er blieb bei dem Unfall mitten in der Nacht unverletzt.

Dem angeklagten 34-jährigen Lkw-Fahrer wird die fahrlässige Tötung zweier Polizisten vorgeworfen. FOTO: dpa, frg vfd

Das Gericht will einen Sachverständigen zur Sache hören und voraussichtlich noch am selben Tag ein Urteil sprechen. Für fahrlässige Tötung sieht das Gesetz eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor.

 

(lnw)
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