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Hoffnung für Rosenmontagszüge
Am Mittag könnte der Sturm eine Pause einlegen

So vielfältig feiern die Düsseldorfer
So vielfältig feiern die Düsseldorfer FOTO: Bretz, Andreas (abr)
Düsseldorf. Nach einer Sturmwarnung des Deutschen Wetterdienstes droht vielen Karnevalszügen im Rheinland die Absage. Doch jetzt gibt es einen Hoffnungsschimmer. Wie der Wetterdienst in Essen meldet, könnte der Sturm am Montagmittag abebben, bevor es am Abend wieder richtig ungemütlich wird.

"Das Maximum mit den höchsten Windstärken hat sich laut den Modellen zeitlich etwas nach vorne verlagert", sagte die diensthabende Meteorologin am Samstag. Sie erwartet die stärksten Windböen mit Stärke neun bis zehn nun schon am Montagvormittag. Am Nachmittag könnte es dann mit Böen zwischen Windstärke acht und neun etwas ruhiger werden. 

Spätestens am Abend jedoch sollten sich die Jecken in die Kneipen zurückgezogen haben, denn dann könnte es laut der Meteorologin noch einmal richtig ungemütlich werden. "Der Sturm wird wohl in zwei Wellen über das Rheinland hinwegziehen. Nach einem stürmischen Morgen erwarten wir ab dem Nachmittag Schauer, und dann kann es am Abend auch mal wieder Böen der Stärke neun geben."  

Entscheidung erst am Montagmorgen

Das Sicherheitskonzept des Düsseldorfer Karnevals sieht allerdings vor, dass der Zug schon ab Windstärke acht abgesagt wird. Der Düsseldorfer Zug soll um 12.30 Uhr starten und um 13 Uhr am Rathaus vorbeiziehen. Auf Grundlage der Prognose des Wetterdienstes könnte es theoretisch eine Alternative sein, den Start nach hinten zu verlegen.

Am Samstagabend gab der Sprecher des Comitee Düsseldorfer Carneval bekannt, dass die Verantwortlichen eine Entscheidung erst am Montagmorgen um 8 Uhr fällen werden.

Sorge um Zelt in Duisburg

In Duisburg erwägen die Veranstalter ebenfalls, den Rosenmontagszug abzusagen. Dort könnte nicht nur der Zug vom Sturm betroffen sein. Das große Festzelt am Rathaus müsste bereits am Windstärke vier abgebaut werden. In Krefeld entscheidet sich am Montag früh um neun Uhr, ob der Zug stattfindet oder nicht. Zu diesem Zeitpunkt tritt ein Krisenteam mit Vertretern von Polizei, Feuerwehr,  Stadt und Comitee Crefelder Carneval (CCC) als Veranstalter des Zuges zusammen. 

Die Organisatoren des größten deutschen Karnevalsumzugs in Köln ziehen nach eigenen Angaben bislang keine Absage des Rosenmontagszugs in Betracht.

Lesen Sie hier, wie die Städte in der Region auf die Unwetterwarnung reagieren.

(jeku/csi/sef/lnw)
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