| 22.11 Uhr

"Kiepenkerl" in Münster
Traditionslokale inmitten von Altstadt-Gassen

Münster: Nach tödlichem Zwischenfall - das ist das Kiepenkerl-Viertel
Biergarten am Kiepenkerl: So sieht der Tatort in einer Aufnahme von Google Street View aus FOTO: dpa, tba htf
Münster. Drei Menschen starben am Samstag am "Kiepenkerl" in Münster, als ein Kleintransporter in eine Menschenmenge raste. Der Platz inmitten enger Altstadt-Gassen ist sonst ein Lieblingsort der Münsteraner.  

Der "Kiepenkerl" - so heißt das Standbild eines reisenden Händlers aus dem Münsterland im Herzen der historischen Innenstadt. Er ist ein Wahrzeichen der 300.000-Einwohner-Stadt Münster - und Namensgeber des pittoresken "Kiepenkerl-Viertels". Die beiden umliegenden Traditionslokale heißen "Großer Kiepenkerl" und "Kleiner Kiepenkerl".

Das Kiepenkerl-Standbild bei Nacht (Archiv). FOTO: Presseamt Stadt Münster

Der Platz inmitten enger Altstadtgassen ist ein beliebter Treffpunkt. Bei gutem Wetter sitzen und stehen dort oft viele Menschen im Freien, im Winter gibt es ein Weihnachtsdorf.

Auch am Samstag saßen zahlreiche Besucher im Freien und in der Sonne, als ein Mann mit seinem Kleintransporter in die Menge raste. Drei Menschen wurden getötet, darunter der mutmaßliche Täter; viele weitere verletzt. 

Todesfahrt in Münster - Tote und Verletzte FOTO: Rheinische Post

Der "Kiepenkerl" steht seit 1896 auf der Straße Spiekerhof - eine Männerfigur mit Tragekorb ("Kiepe"), Pfeife, Knotenstock und Leinenkittel. Das Denkmal wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, originalgetreu wieder hergestellt und 1953 von Bundespräsident Theodor Heuss eingeweiht.

Alle Fakten zu dem tödlichen Zwischenfall in Münster haben wir hier zusammengetragen. 

 

(rls/dpa)
 
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