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Großbrand in Paderborn
Westfleisch baut zerstörten Schlachthof nicht wieder auf

Paderborn: Westfleisch baut Schlachthof nach Großbrand nicht wieder auf
FOTO: dpa, cas soe
Paderborn. Deutschlands drittgrößter Tierverwerter Westfleisch hat sich gegen einen Wiederaufbau der Großschlachterei in Paderborn entschieden. Der Schlachthof wurde bei einem Brand im Februar 2016 zerstört. 

Rund 18 Monate nach dem Großbrand bei Westfleisch konnte die Schadensregulierung mit den Versicherern abgeschlossen werden. "Nachdem nun alle Fakten auf dem Tisch liegen, haben sich Vorstand und Gremien nach intensiver Abwägung gegen den Wiederaufbau eines Produktionsstandortes in Paderborn entschieden", sagt das geschäftsführende Vorstandsmitglied Carsten Schruck (43).

Bis zu dem Brand in der Schlachterei mit einem Millionenschaden hatten in Paderborn rund 600 Beschäftigte gearbeitet. Sie sind zum Teil ausgeschieden oder auf andere Standorte verteilt worden. Pro Woche wurden dort rund 1300 Rinder und 30.000 Schweine geschlachtet. Das war rund ein Fünftel der Gesamtkapazitäten.

Landwirte können weiterhin ihre Tiere in Paderborn anliefern. Über ein Vieh-Logistikzentrum werden Schweine und Rinder dann an die Schlachthöfe verteilt. Ein Sprecher erklärte am Donnerstag, dass der Fleischproduzent durch die Übernahme eines Schlachthofes in Gelsenkirchen und Kapazitätserweiterungen an anderen Standorten seine Schlachtzahlen gehalten habe.

Westfleisch mit Sitz in Münster ist eine Genossenschaft und beschäftigt an neun Standorten in Nord- und Westdeutschland rund 5000 Mitarbeiter. Nach Tönnies und Vion ist das Unternehmen Deutschlands drittgrößter Tierverwerter.  

(beaw/lnw)
 
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