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Dinslaken
Eppinghovener sorgen für jecke Stimmung

Dinslaken. Die Karnevalsgesellschaft "We sind wer dor" feierte Prunksitzung im Tribünenhaus der Trabrennbahn. Von Florian Langhoff

Die Kathrin-Türks-Halle ist geschlossen und so hatten die Jecken der Karnevalsgesellschaft (KG) "We sind wer dor" aus Eppinghoven ihre Prunksitzung in das Tribünenhaus der Trabrennbahn verlegt. Hier hießen sie ihre Gäste mit karnevalistisch bunter Dekoration und einem dreifachen Helau willkommen. Zum Wegfall der Stadthalle als ihrer angestammten Bühne hatten die Jecken auch inn der Sitzung etwas zu sagen. "Wir hoffen, dass die Stadt da nicht dieselben Handwerker beschäftigt, die beim Flughafen Berlin-Brandenburg oder der Elbphilharmonie tätig sind", meinte Sitzungspräsident Kay Rickert.

Vor allem die Eigengewächse der KG "We sind wer dor" sorgten für Spaß auf der Bühne. Die Tanzgarden Wackergirls und Eppinghovener Funken begeisterten mit ihren Choreographien. Ein Höhepunkt war der Auftritt von Tanzmarie Tiziana Fiori. Die Neunjährige begeisterte das närrische Publikum nicht nur mit ihrer Choreographie, sondern auch mit ihren akrobatischen Fähigkeiten, die es ihr erlaubten, auch Spagat und einhändigen Radschlag in ihre Tanzdarbietung einzubauen. Applaus. Den bekam auch Jessica Denter, die mit ihren Interpretationen verschiedener Lieder für Stimmung sorgte. Sonst gemeinsam mit Carolin Kirchner als Duo "Red Flair" auf der Bühne unterwegs, durfte die Sängerin dieses Mal alleine auftreten, da ihre Mitsängerin gerade Mutter geworden ist. Einen besonderen Einfall hatte das Stadtprinzenpaar von Dinslaken, das in diesem Jahr von den Eppinghovener Jecken gestellt wird. Prinz Micha I. (Michael Nitsch) und Prinzessin Nona I. (Wynnona Hellmann) verließen die Bühne, um den beiden Großmüttern des Prinzen im Publikum Blumen zu überreichen und sie mit dem Sitzungsorden auszuzeichnen. "Ich glaube, mit der Aktion habt ihr das Publikum sehr überrascht. Der Karneval in Eppinghoven hat eben Herz", erklärte Anja Kebaier, die Vorsitzende der Karnevalsgesellschaft.

Für den humoristischen Höhepunkt des Abends sorgte allerdings ein Gast von außerhalb. Bauchredner Willy Gietmann aus Alpen-Veen ließ zuerst seine Froschpuppe Charlie einige Zoten reißen. Dann bat er Bürgermeister Dr. Michael Heidinger auf die Bühne und benutzte ihn, gesteuert durch Druck auf den Arm, als Bauchrednerpuppe. Während Gietmann den ersten Bürger der Stadt immer wieder "O sole mio" schmettern ließ, verkuppelte er nebenbei den Prinzen mit der Vereinsvorsitzenden, die er ebenfalls als Bauchrednerpuppen nutzte. Das Publikum kam aus dem Lachen kaum heraus und belohnte diesen Auftritt mit viel Applaus.

Für kölsches Flair sorgten schließlich die "Kölschen Harlequins", die mit ihren Gardetänzen begeisterten. Gemäß ihrem Sessionsmotto "Titanic-Stimmung überall, aber nicht im Eppinghover Karneval" feierten die Jecken bis in den späten Abend hinein.

Quelle: RP
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