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Dormagen
Bahnhofs-Kontrolleure kommen gut an

Dormagen. Seit genau drei Monaten ist das Ordnungsamt der Stadt mit einer Nebenstelle im Bahnhof Dormagen vertreten. Die Kontrollgänge werden von Passanten sehr positiv bewertet, die Sprechstunden wurden bisher noch nicht angenommen. Von Carina Wernig

Der Anblick von Mitarbeitern des Ordnungsamtes, wie sie den Bahnhofsvorplatz kontrollieren, ist keine Seltenheit. Das findet Annabell Schiffer gut. Die 36-Jährige fährt täglich mit der S-Bahn von Neuss-Norf nach Dormagen zur Arbeit: "Es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn ich Polizei und Ordnungskräfte sehe." Das hat sie den Mitarbeitern des städtischen Ordnungsamtes auch schon mal gesagt: "Ich freue mich, dass sie nun öfter sichtbar hier für Ordnung sorgen." Denn im Angesichts der Kontrolleure würde weniger Müll weggeschmissen und sicher niemand angepöbelt. Diese Meinung teilt sie mit zahlreichen der rund 5000 Passanten, die tagtäglich den Bahnhof aufsuchen.

Nachdem sich die Beschwerden über randalierende Gruppen rund um den Bahnhof Anfang des Jahres gehäuft hatten, hatte die Stadtverwaltung Ende März eine Nebenstelle des Ordnungsamtes im SVGD-Gebäude direkt am Bahnhof eingerichtet. Nach drei Monaten zieht der Erste Beigeordnete Robert Krumbein auf Nachfrage unserer Redaktion ein positives erstes Fazit: "Der Außendienst wird sehr positiv gesehen, die Kollegen werden wahrgenommen, angesprochen mit kleinen Hinweisen auf Müll, behindernde Fahrräder und andere Sachen", berichtet Krumbein von den Einsätzen der Ordnungsamtskräfte. "Gut, dass Sie da sind", sei eine häufig gehörte Ansprache. In diesen drei Monaten habe es laut Fachbereichsleiter Holger Burdag "keine Auffälligkeiten" gegeben, keine größeren Einsätze. "Wir schicken unsere Ordnungsamts-Streifen nach Bedarf auch am Abend oder frühen Morgen zum Bahnhof - wie zu anderen Stellen der Stadt", erklärt Krumbein. So sei der Außendienst auch am Strabi, in Zons oder an anderen Orten im Einsatz, trotzdem "bleibt der Bahnhof weiter ein Schwerpunkt".

Das sieht auch die Polizei so, wie Daniela Dässel, Sprecherin der Kreispolizeibehörde, betont: "Wir haben den Bahnhof und sein Umfeld genau im Blick, dafür ist er ein zu großer Verkehrsknotenpunkt." Das sei jedoch keine Dormagener Spezialität, sondern eine übliche Vorsichtsmaßnahme. "Da sprechen wir uns mit den Ordnungsbehörden immer ab", weist sie auf die gute Zusammenarbeit auch der Dormagener Wache mit der Stadt Dormagen hin. Diese gute Zusammenarbeit bestätigt auch Krumbein: "Da herrscht ein reger Austausch über Erkenntnisse und Streifen, manchmal kontrollieren Ordnungsamt- und Polizeikräfte auch gemeinsam über das Bahnhofsgelände."

Kein Bedarf ist nach drei Monaten bei den Sprechstunden (montags von 12 bis 14 Uhr, mittwochs von 17 bis 19 Uhr und freitags von 7 bis 9 Uhr) festzustellen, wie Krumbein erklärt: "Da hatten wir leider nicht einen Besucher." Das werde am Ende des Sommers noch mal angeschaut. "Als Anlaufstelle für die Mitarbeiter wird das Büro weiterbetrieben", so Krumbein.

Quelle: NGZ
 
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