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Dormagen
Bürger wollen den Brunnen retten

Dormagen: Bürger wollen den Brunnen retten
Der Brunnen mit Terrakotta-Platten wurde 1988 errichtet. FOTO: kds
Dormagen. Viele Dormagener bewegt die geplante Stilllegung der Stele vor dem Rathaus. Von Klaus D. Schumilas

Jetzt hilft nur noch die "Weisheit der Ratsmitglieder". Diese Auffassung vertritt zumindest Guido Schenk. Der ehemalige Leiter des Stadtmarketings und engagierte Bürger fände es "wirklich schade, wenn der Brunnen auf dem Rathausplatz für immer trocken gelegt wird". Dieses Szenario droht nämlich, weil er trotz mehrfacher Reparaturversuche nicht mehr funktioniert. Die Stadt schlägt jetzt vor, ihn dauerhaft abzustellen. Er bekäme dann den Charakter einer reinen Stele, Wasser würde nicht mehr fließen. Zum Bedauern von Schenk, der im Netzwerk Facebook schreibt: "Gerade Kinder haben in der warmen Jahreszeit viel Spaß mit den Wasserspielen." Jetzt drohe dem einstmals als "lebendiger Brunnen" konzipierten Werk anders als gedacht das Schicksal eines "leblosen Denkmals".

Der Rathausbrunnen wäre der zweite Brunnen in der Innenstadt, der seine Funktion verlieren würde. Vor einigen Jahren ist der von Bayer-Auszubildenden geschaffene Brunnen an St. Michael verschwunden, erklärt Schenk. Man stelle sich einmal vor, sagt er weiter, der von Bayer gestiftete Schützenbrunnen auf der nördlichen Kö würde aus Kostengründen abgeschaltet. "Da gäbe es wahrscheinlich einen Aufstand der Brauchtumsfreunde."

Es gibt eine Reihe von Reaktionen dazu. Ein Dormagener vertritt die Auffassung, dass die Stadt in der Pflicht stehe, eine angenommene Spende auch entsprechend zu pflegen. Vorgeschlagen wird auch, einen Brunnen-Spezialisten mit der Reparatur zu beauftragen. Das dafür nötige Geld könne per Spenden eingesammelt werden, meint Schenk. Es geht laut Verwaltung um etwa 8000 Euro, um die dringendsten Mängel zu beseitigen. Auch die Idee eines ehrenamtlichen "Brunnen-Beauftragten" ist in die Diskussion gekommen. Im nächsten Schritt werden sich die Mitglieder des Hauptausschusses am 22. Februar mit dem Thema befassen.

Quelle: NGZ
 
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