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Dormagen
Café Seitenweise sucht Besitzer

Dormagen. Inhaber Stephan Thönneßen hört im Herbst auf. Kleinkunst soll bleiben.

Stephan Thönneßen hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Denn das "Café Seitenweise" an der Kölner Straße in der Innenstadt ist sein Baby, sein Projekt, das vor sechs Jahren mit viel Herzblut begonnen wurde. Jetzt ist aber Schluss, im Herbst will der 55-Jährige das Literatur- und Kleinkunst-Café in andere Hände geben. "Nach 21 Jahren Buchhandlung und sechs Jahren Café wird es für mich Zeit, etwas Neues zu beginnen - eine Entscheidung, die langsam, aber sicher gereift ist."

Es ist der zweite Abschied für Thönneßen. Ende Januar 2016 hatte er die benachbarte Buchhandlung geschlossen, die innen mit dem Café verbunden gewesen ist. Die Marktlage mit der starken Internet-Konkurrenz hatten den Buchhändler zu diesem schweren Schritt gezwungen. "Das hätte ich auch gerne weitergemacht."

Jetzt geht es für Thönneßen darum, sein Café in gute Hände zu geben. "Ich wäre glücklich, wenn sich Menschen finden würden, die die Tradition eines Literatur- und Kleinkunst-Cafés fortsetzen möchten." Aber auch andere inhaltliche Ansätze sind denkbar, wie die Erweiterung der Öffnungszeit in den Abend hinein und des Angebots. "Vielleicht gibt es ja auch einen Verein oder eine Gruppe von Menschen, die gemeinsam das Café führen möchten." Für Donnerstag, 6. Juli, 19 Uhr, hat er ein Treffen angesetzt, wo sich Interessenten informieren können.

(schum)
 
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