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Dormagen
Denkmalschutz liegt in neuen Händen

Dormagen: Denkmalschutz liegt in neuen Händen
Heike Hachenberg übernimmt ab 2016 den Denkmalschutz bei der Stadt Dormagen. Jürgen Waldeck, der den Bereich aktuell betreut, geht dann in den Ruhestand. Das Modell vorne zeigt Dormagen in der Römerzeit. FOTO: Georg Salzburg
Dormagen. Jürgen Waldeck gibt seine Aufgaben als Denkmalpfleger und Datenschutzbeauftragter der Stadt Dormagen zum Jahresende ab und geht in den Ruhestand. Für den Denkmalschutz trägt dann Heike Hachenberg Verantwortung. Von Marcus Hammes

Beim Tag des offenen Denkmals am 13. September waren Heike Hachenberg und Jürgen Waldeck bereits gemeinsam im Einsatz: "Aktuell läuft die Einarbeitung", sagt Waldeck, der seine Aufgaben als Denkmalschutzbeauftragter zum Jahreswechsel an die 39-jährige Architektin abgibt. Zu ihrem Zuständigkeitsbereich gehört dann unter anderem die Beratung der Eigentümer der Dormagener Denkmäler bei Fragen zu baulichen Veränderungen.

Die Denkmalschutzbeauftragten der Stadt Dormagen sind Einzelkämpfer - zumindest hauptamtlich. "Allerdings werde ich von sieben ehrenamtlich Beauftragten in meiner Arbeit unterstützt", erklärt Waldeck. Die Ehrenamtler sind in den Stadtteilen unterwegs, hören und schauen hin. "Wir haben aktuell 169 Denkmäler im Stadtgebiet. Da bin ich auch auf die Informationen und Hinweise der Ehrenamtlichen angewiesen", sagt Waldeck, der neben dem Denkmalschutz auch Verantwortung für den Datenschutz bei der Stadt Dormagen trägt. Auch Heike Hachenberg wird den Denkmalschutz in Teilzeit übernehmen. Sie behält darüber hinaus einen Teil ihrer jetzigen Aufgaben in der Bauaufsicht der Stadt. Dort arbeitet sie seit November 2012. "Der Denkmalschutz ist eine Aufgabe, die mich sehr interessiert. Ich halte es für wichtig, die einzelnen Kulturgüter einer Stadt zu erhalten", sagt die Mitarbeiterin des Bauamtes, die ihr Architekturstudium in Köln absolviert hat. Hachenberg lebt im Bergischen Land und pendelt täglich nach Dormagen.

Die bereits seit gut zwei Monaten laufende Einarbeitungszeit möchte Waldeck nutzen, um Hachenberg bekannt zu machen: "Beim Denkmalschutz läuft vieles über den persönlichen Kontakt zu den Immobilieneigentümern und den Ehrenamtlichen", macht Waldeck deutlich. So stehen neben vielen Gesprächen zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen des Denkmalschutzes diverse Termine auf dem Programm. "Wir waren zum Beispiel bereits gemeinsam beim Amt für Denkmalpflege im Rheinland", sagt Waldeck, der sein Büro in den Räumen der Tourist-Information an der Zonser Schlossstraße hat. Seine Nachfolgerin wird den Denkmalschutz aus dem Technischen Rathaus an der Mathias-Giesen-Straße in Horrem betreiben. Mit dieser räumlichen geht auch eine organisatorische Veränderung innerhalb der Stadtverwaltung einher: Nach sieben Jahren, in denen der Denkmalschutz dem Kulturbereich angegliedert war, wird er wieder dem Fachbereich Städtebau zugeordnet. Der Datenschutz, den Waldeck bislang ebenfalls verantwortet, wird dem Rechtsamt von Bettina Giedinghagen zugeschlagen.

Um jedoch auch weiterhin in den Stadtteilen präsent zu sein, wird über Sprechstunden nachgedacht. Schließlich sollen auch die Eigentümer der Denkmäler Heike Hachenberg als neue Ansprechpartnerin kennenlernen. Ab 2016 wird sie bei Fragen rund um den Denkmalschutz weiterhelfen. Ihr persönliches Lieblingsdenkmal in Dormagen ist übrigens die Zonser Mühle als Teil der alten Stadtmauer.

Quelle: NGZ
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