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Franz-Gerstner-Straße in Dormagen
Stadt will Unfall-Kreuzung entschärfen

Dormagen: Stadt will Unfall-Kreuzung entschärfen
Ein fest installierter "Starenkasten" auf der Franz-Gerstner-Straße soll die Autofahrer aus Richtung Nievenheim bremsen. FOTO: van Offern Markus
Dormagen. In der kommenden Woche wird anonym die Zahl der Tempoverstöße auf der Franz-Gerstner-Straße ermittelt. Die Stadt erwägt die Installation eines "Starenkastens". Zugleich soll bereits die Ampelschaltung verändert werden. Von Klaus D. Schumilas

Ob tagsüber, abends oder nachts. Ob unter der Woche oder am Wochentag - es gibt kein erkennbares Muster für die Unfälle im Kreuzungsbereich von Franz-Gerstner-Straße und Provinzialstraße. Dort kracht es so häufig wie an kaum einer anderen Stelle im Rhein-Kreis Neuss. Jetzt reicht es der Stadt, sie reagiert. Nachmittags gab es noch eine letzte Sitzung zu dem Thema, am Abend verkündete Erster Beigeordneter Robert Krumbein im Stadtrat die Maßnahmen.

Sie reichen von Geschwindigkeitskontrolle über einen Starenkasten bis hin zu einer Veränderung der Ampelschaltung. Einziges Ziel: Die Zahl der Unfälle und damit der Verletzten zu reduzieren. Von 2016 bis heute gab es dort bei Unfällen 23 Verletzte. Der Landesbetrieb Straßen-NRW hat angekündigt, dass die Kreuzung Anfang 2019 umgebaut wird.

So soll die Zahl der Unfälle beim Abbiegen in Richtung Delhoven (Foto) vermindert werden. FOTO: Lothar Berns/Montage: NGZ

Die SPD-Fraktion hatte noch zu Beginn der Ratssitzung versucht, per Dringlichkeit ihren Antrag auf die Tagesordnung zu bekommen, um so die Stadt aufzufordern, in Sachen Unfall-Kreuzung aktiv zu werden. Das gelang nicht, der Antrag wird am 7. Juni im Planungsausschuss behandelt. Aber auch ohne diesen Vorstoß gibt es endlich Bewegung.

"Der Handlungsbedarf ist auch bei unseren Experten erkannt worden", sagt Krumbein. "Die Häufung der Unfälle beim Abbiegen in Richtung Delhoven ist signifikant, das hat auch unsere Betrachtung der Statistik seit 2010 gezeigt." Erste Maßnahme: In der kommenden Woche wird auf der Franz-Gerstner-Straße, aus Richtung Nievenheim kommend, eine Blackbox installiert. Die Stadt will so zunächst einmal ermitteln, wie häufig gegen die Tempobegrenzung in diesem Bereich verstoßen wird. "Die Blackbox wird die Daten anonym ermitteln, ohne dass die Fahrzeuge festgehalten werden. Es handelt sich um keinen Blitzer", betont Krumbein.

Ist eine Häufung von Tempoverstößen erkennbar, dann soll die Beschilderung überprüft werden: Ob beispielsweise das Tempo-50-Schild zu schlecht erkennbar oder zu dicht am Kreuzungsbereich aufgestellt ist. Dann soll auch ein so genannter Starenkasten installiert werden, als ein dauerhaftes, stationäres Blitzgerät. Es gibt in der Verwaltung die Vermutung, dass sich zu viele Autofahrer mit Tempo 70 oder 80 dem Kreuzungsbereich aus Richtung Nievenheim nähern und es so zu Zusammenstößen mit den Autofahrern kommt, die nach links Richtung Delhoven abbiegen wollen.

Auch in der kommenden Woche soll die Ampelschaltung verändert werden. Ein Gutachten hatte 2010 ergeben, dass die Kreuzung für vier separate Grünphasen nicht leistungsfähig genug sei und im Stoßzeiten sich der Verkehr bis nach Nievenheim zurück stauen würde. Eine eigene Grünphase haben die Linksabbieger auf der Franz-Gerstner-Straße in Richtung Delhoven bislang nicht. Krumbein: "Es ist aber überhaupt kein Problem, außerhalb der Stoßzeit von 7 bis 9 Uhr eine separate Grünphase einzurichten. Das soll jetzt zusammen mit Straßen-NRW umgesetzt werden.

Quelle: NGZ
 
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