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Dormagen
Kreiskrankenhaus ist jetzt Zentrum für Endometriose

Dormagen. Für viele Frauen ist dies eine gute Nachricht: Wenn sie von der gynäkologischen Krankheit Endometriose betroffen sind, sind sie zur Behandlung am Kreiskrankenhaus Hackenbroich genau richtig. Die Frauenstation ist jetzt offiziell als Endometriose-Zentrum zertifiziert. Eine Auszeichnung unter anderem von der Europäischen Endometriose-Liga. "Ich bin sehr stolz auf diese Zertifizierung", sagte Dr. Günter K. Noé, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses. "Es ist der Abschluss eines aufwendigen Verfahrens bei uns im Haus."

Das Kreiskrankenhaus gehört damit in der Region zu den wenigen Häusern, die ein zertifiziertes Zentrum sind. Ein weiteres steht in Aachen, Kooperationskrankenhaus der Hackenbroicher. Ein wichtiges Thema ist nämlich die Vernetzung, auch mit begleitenden Fachbereichen und Therapeuten. "Wir haben ein Handbuch erstellt", sagt Noé, "in dem die Wege der Patientin in der Abteilung beschrieben werden". Das kam bei den Prüfern so gut an, dass diese anregten, dieses Handbuch zu publizieren.

Die Endometriose betrifft vier bis zwölf Prozent aller Frauen. Der Zeitraum der Erkrankung liegt zwischen Pubertät und Wechseljahren. In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 40 000 Frauen. Hauptsymptom sind krampfartige Schmerzen bei der Menstruation von zunehmend größerer Stärke als "normale" Regelschmerzen. Unerfüllter Kinderwunsch ist ein weiteres Problem. "Da wir zu den wenigen Kliniken gehören, die auch komplexe Krebsoperationen endoskopisch vornehmen können, sind wir in der Schonung empfindlichster Strukturen im Becken, die man erst durch die starke Vergrößerung sieht, sehr erfahren", so Noé. Die Endometriose-Sprechstunde ist montags und donnerstags ab 14 Uhr.

(schum)
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