| 00.00 Uhr

Dormagen
Per "Böötchen" die Industrie besuchen

Dormagen: Per "Böötchen" die Industrie besuchen
Bis zum Chemparkhafen im Süden gehen die beiden Sonderfahrten des "Piwipper Böötchens" in der Industriepunkte-Woche. Im Norden wird der UCT-Containerhafen angesteuert. FOTO: ON
Dormagen. Um den Dormagenern einen Blick hinter die Unternehmenstore zu ermöglichen, bietet die "Lokale Allianz" gleich eine ganze "Industriepunkte-Woche" an. Ab morgen können sich die Teilnehmer zu den sieben Info-Touren anmelden. Von Carina Wernig

Industrieunternehmen öffnen ihre Tore, um ihre Betriebsabläufe darzustellen, wodurch die Besucher größere Kenntnis, aber auch mehr Verständnis für die Unternehmen erhalten - dieses einfache, aber wirksame Prinzip steckt hinter der Aktion "Industriepunkte". Mit ihr möchte die "Lokale Allianz Dormagen" den Wohn- und Wirtschaftsstandort Dormagen fördern. Wie ihre Sprecherin, Wirtschaftsförderin Gabriele Böse, am Freitag erklärte, "soll die Akzeptanz der Industrie in der Bevölkerung gestärkt werden". Denn das Bewusstsein für Dormagen als Industriestandort sei noch nicht überall verankert, wie eine IHK-Umfrage gezeigt habe (die NGZ berichtete).

Daher werden nun vom 17. bis 22. August sieben kostenlose Info-Touren per Bus, Rad und Boot angeboten, womit die "Industriepunkte" bei ihrer dritten Auflage von einem Tag auf eine Woche ausgeweitet werden. Anmeldungen sind ab morgen in der Tourist-Info in Zons, auch telefonisch, möglich.

"Wir leben in einer Hafenstadt, und ohne den Rhein als wichtigste Wasserstraße Europas wäre unsere heimische Wirtschaft in heutiger Form undenkbar", sagte Böse mit Blick auf mehr als 1500 Binnenschiffe, die jährlich die Kaianlagen am Chempark Dormagen anlaufen. Bis zu 32 Tonnen schwere Aluminiumbarren schweben an den Kränen von UCT in Stürzelberg zu den Schiffen. Als Neuheit bietet die "Lokale Allianz" an zwei Tagen (Mittwoch/Donnerstag, 19./20. August ab 19 Uhr) eine zweistündige, wirtschaftsgeschichtliche Rheintour mit dem "Piwipper Böötchen" ab dem Fähranleger in Rheinfeld an: Es geht auch um Schmugglergeschichten und das einstige Treidelgewerbe. Gemeinsam mit dem Förderverein "Piwipper Böötchen" bereiten das Stadtmarketing und die städtische Öffentlichkeitsarbeit dieses neue Info-Angebot vor, bei dem maximal 25 Gäste mitfahren können.

Die erste Info-Tour startet am Montag, 17. August, um 17 Uhr mit einer Fahrradtour vom Marktplatz zum Wasserwerk der evd am Tannenbusch. Die Teilnehmer erfahren, wie jährlich 1,8 Millionen Kubikmeter Trinkwasser aus dem heimischen Untergrund gewonnen und nach höchsten Lebensmittelstandards aufbereitet werden. Auf dem Weg dorthin stimmt der Zonser Biologe Norbert Grimbach die Radler mit Details zur Dormagener Landschaftsgeschichte ein.

Für Dienstag, 18. August, um 17 Uhr hat der Chempark zur ersten Besichtigungstour geladen. Im CI-Betrieb von BayerCropScience ist zu erfahren, wie Pflanzenschutzmittel hergestellt werden, die einen Beitrag zur Nahrungsmittelversorgung der Weltbevölkerung leisten. Am Donnerstag, 20. August, um 17 Uhr bietet der Chempark eine Besichtigung des RWE-Kraftwerks an, das mit Gas- und Dampfturbinen rund 560 MW elektrische Energie leistet.

Zum Abschluss der "Industriepunkte" folgt am Samstag, 22. August, um 14 Uhr eine Busrundfahrt, die einen Gesamtüberblick über den Chempark und seine 30 Partnerunternehmen bietet.

Bereits ein "Klassiker" ist die Besichtigung des Containerterminals von uct in Stürzelberg. Am Freitag, 21. August, um 17 Uhr besteht dort wieder die Gelegenheit, sich ein eindrucksvolles Bild von den Kränen und dem jährlichen Warenumschlag zu verschaffen.

Quelle: NGZ
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Dormagen: Per "Böötchen" die Industrie besuchen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.