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Dormagen
Politik streitet um Geld für saubere Schultoiletten

Dormagen. Beim Thema verschmutzte oder beschädigte Toiletten gingen die Meinungen der Mitglieder im Schulausschuss auseinander. Dem Antrag der CDU-Fraktion, dass Schulen, genauer gesagt deren Fördervereine, finanzielle Unterstützung bekommen sollen, wenn sie sich eigenständig um die Erhöhung der Sauberkeit bzw. um eine Aufsicht kümmern, wurde nicht ohne weiteres zugestimmt.

Denn es gab keine befriedigende Antwort auf die Frage, wie hoch denn durch eine solche Leistung die Ersparnis bei der Stadt sei? Und genau daraus soll die Entlastung der Förderverein erfolgen. Dem Eigenbetriebsausschuss wird jetzt in der nächsten Sitzung am kommenden Mittwoch Konkreteres dazu vorlegt. Eine finanzielle Einschätzung will Leiter Uwe Scheler in Erfahrung bringen. Für die CDU warb Martin Seewald ausführlich um Unterstützung. Die erhielt er nicht von Rotraud Leufgen. Die SPD-Schulpolitikerin hatte "Probleme damit, Schulen gesonderte Zahlungen zukommen zu lassen". Es gebe pädagogisch sinnvollere Konzepte, sagte sie, ohne eines zu benennen. Tim Wallraff (Grüne) teilte zwar die pädagogischen Bedenken, unterstützte letztlich aber das Anliegen, weil er Schulen verstehe, die diesen Schritt gingen, um die Toilettenanlagen in Ordnung zu halten. Er zog den Vergleich zur neuen Wirtschaftsförderungsgesellschaft: "Deren Nutzen ist auch nicht in Euro zu beziffern, aber wir geben über 800.000 Euro dorthin, weil wir davon überzeugt sind, dass es etwas bringt."

Am Schulzentrum Hackenbroich haben Fördervereine Reinigungshilfen engagiert, die selbst mit anpacken und Aufsicht führen. Der Effekt sei klar erkennbar. Am BvA wird dieses Modell auch überlegt.

(schum)
 
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