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Dormagen
TSV-Handballer stärkt Stadt-Presseteam

Dormagen. Jonathan Eisenkrätzer ist nicht nur ein talentierter und durchsetzungsstarker Sportler. Auch in der Rathausverwaltung hat er überzeugt - zum Beispiel mit Ideenreichtum. Ab sofort gehört er fest zum Referat Öffentlichkeitsarbeit. Von Stefan Schneider

Jonathan Eisenkrätzer hatte es schon kommen sehen. "Pass' auf, die wählen Dich ins Allstar-Team", prognostizierte der Rückraumspieler des Handball-Zweitligisten TSV Bayer Dormagen seinem alten Kumpel Andi Wolff schon vor dem Finale der Handball-Europameisterschaft in Polen, bei der Wolff durch überragende Torwartleistungen für Begeisterung sorgte. Eisenkrätzer sollte Recht behalten: Wolff, mit dem er in der Junioren-Nationalmannschaft zusammenspielte, wurde diese Ehre am Ende tatsächlich zuteil.

Er selbst hat die Weichen beruflich gerade etwas anders gestellt. Nachdem er sich in Dormagen zwei Jahre lang im städtischen Fachbereich Finanzen bewährt hatte, ist er nach einem internen Auswahlverfahren soeben fest in die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit gewechselt - als Nachfolger für die pensionierte Ute Waldeck.

Im Rathaus bildet der 25-Jährige, der wegen seines sportlichen Engagements beim TSV zunächst eine 20-Stunden-Teilzeitstelle ausfüllt, ein Team mit Harald Schlimgen und Swen Möser. Internet und Soziale Medien sind seine Aufgabenschwerpunkte, die neue App "Dormagen Direkt" mit aktuellen Stadt-Nachrichten war seine Idee, ebenso der Videobeitrag zur Aktion "Wir sind Dormagen". "Jonny hat viele gute Einfälle und auch gestalterische Fähigkeiten", lobt Schlimgen. "Vielleicht liegt das daran, dass ich als Jugendlicher mal ein Praktikum bei einer Marketingfirma gemacht habe", erzählt Eisenkrätzer. Marketing und Öffentlichkeitsarbeit interessierten ihn. Und um den Facebook-Auftritt des TSV kümmert er sich ebenfalls.

Neben Sport und Stadtverwaltung nimmt den sympathischen jungen Mann sein Fernstudium in Anspruch, das er Ende 2017 als Diplom-Kaufmann abschließen möchte. Nicht ganz einfach, das alles unter einen Hut zu bringen und außer für Freunde noch genügend Zeit für Lebensgefährtin Carina zu haben, die als Lehrerin in Köln-Heimersdorf arbeitet. "Sie kommt in der Woche schon mal nach dem Unterricht nach Dormagen, um sich mit mir zu treffen, und natürlich verbringen wir unsere Urlaube und soviel Freizeit wie möglich gemeinsam. Grundsätzlich ist sie aber immer froh, wenn ich zu Hause bin", sagt Eisenkrätzer. In Dormagen hält er sich gerne im Lokal "Paparazzi" auf, auch einem Einkaufsbummel ist er nicht abgeneigt. "Ich kaufe gerne Schuhe. Wahrscheinlich bin ich einer der wenigen Männer, der mehr Schuhe besitzt als seine Frau oder Freundin", erzählt der 2,02-Meter-Mann grinsend. Froh ist er, dass seine Schuhgröße noch im Rahmen bleibt: "In 46 findet man noch schöne Modelle."

Und wie geht's sportlich weiter bei ihm? "Klar ist der Ehrgeiz da, mal wieder höher zu spielen - vor allem, wenn man sieht, dass die Freunde Europameister geworden sind", sagt Eisenkrätzer. "Aber vorerst bleibt der TSV meine erste Adresse. Das Gesamtpaket hier in Dormagen stimmt." Bei der Stadt und in seinem Verein wird man's gerne hören.

Quelle: NGZ
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