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Dormagen
Vizebürgermeister Behncke und Born beenden Facebook-Streit

Dormagen. Auf Facebook lieferten sie sich einen Schlagabtausch, der viele Dormagener verstört hat. Jetzt haben Vizebürgermeister Andreas Behncke und Kerstin Born, Administratorin der Seite "Flüchtlingsunterkünfte nur mit Bürgerbeteiligung schaffen", Frieden geschlossen.

In einer gemeinsamen Erklärung, die sie gestern auch nahezu zeitgleich auf ihren Facebook-Seiten veröffentlichten, sagen sie, dass in einem "persönlichen und konstruktiven Gespräch am Montag die vorhandenen Unstimmigkeiten vollständig ausgeräumt werden konnten". In diesem Gespräch am Montag hat Born, so heißt es, die Veröffentlichung von Nachrichten von Behncke in Facebook als "nicht zielführend erkannt" und diese zwischenzeitlich gelöscht. Behncke wiederum habe erkannt, dass seine Äußerungen "zur Zuspitzung der Situation beigetragen haben". Der SPD-Politiker hat den Strafantrag gegen Born zurückgezogen: "Ich betrachte die Angelegenheit nunmehr als erledigt."

Vorangegangen war ein öffentlich ausgetragener Streit rund um die Flüchtlingsthematik. Der eskalierte vor einer Woche, als Born einen Ausschnitt aus einem Gespräch einer privaten Gruppe im Internet veröffentlichte, wonach Behncke Strafantrag gegen Born stellte.

"Wir sind uns einig", sagten Behncke und Born, "dass wir als Personen des öffentlichen Lebens in Dormagen eine besondere Vorbildfunktion innehaben, der wir in den letzten Wochen bei den emotionalen Diskussionen in Facebook nicht immer gerecht geworden sind". Beide haben vereinbart, in Zukunft "miteinander, anstatt übereinander zu sprechen".

Der "Friedensgipfel" soll auch dazu beitragen, dass die derzeit angespannte Lage in Dormagen, die sich vor allem in Diskussion in Facebook widerspiegelt, sich beruhigt, hoffen sie. "Wir rufen alle dazu auf, zur Sachlichkeit zurückzukehren und in Zukunft das persönliche Gespräch zu suchen."

Durch diesen Friedensschluss hat sich auch die Initiative von Eduard Breimann und Michaela Jonas erübrigt. Der ehemalige Deichgräf und die CiDo-Vorsitzende hatten beabsichtigt, einen Runden Tisch zu initiieren, um dort den Konflikt zu lösen.

(schum)
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