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Die Woche In Den Stadtteilen
An alle Generationen denken

Düsseldorf. Der wachsende und auch sportlich erfolgreiche Bouleverein in Gerresheim möchte gerne einen vernünftigen Platz haben. Warum nicht in dem neuen Park im Glasmacherviertel, dachte sich der Vorsitzende, doch sein bereits vor vier Jahren eingereichtes, detailliertes Konzept fand in der unlängst präsentierten Planung keine Berücksichtigung. Zwar wird sowohl im Düsselpark als auch auf dem Heyeplatz auf viel Grün gesetzt (was natürlich richtig ist) und Aktivitäten für Kinder und Jugendliche angeboten (woran prinzipiell auch nichts auszusetzen ist). Doch Plateau und Streetball, Parcour- und Chill-out-Insel kommen zwischen neuartigen Klettertürmen und Wasserspielen zwar - um im Jargon zu bleiben - ziemlich cool rüber, sind aber nicht wirklich generationsübergreifend. Denn anzunehmen, dass zum Beispiel Senioren - für einige beginnt diese Altersgruppe ja bereits jenseits der 50 - sich heutzutage gänzlich aufs Spazieren verlegen, um sich mit Müh und Not von einer Sitzbank zur nächsten zu schleppen, um den Kleinen beim Spielen zuzuschauen, ist doch arg an der Realität vorbei gedacht.

Um einen Park, in diesem Fall sind es ja sogar zwei, wirklich generationsübergreifend anzulegen, wäre die Errichtung eines Boulodromes, wie es sich der Verein wünscht, ein gutes und sinnvolles Zeichen - eben weil diese boomende Sportart von allen Generationen gespielt werden kann. Außerdem wäre es für Gerresheim auch ein Alleinstellungsmerkmal, das Interessierte aus anderen Stadtteilen anlockt. Ein Neubaugebiet mit 1400 Wohnungen wird natürlich vor allem Familien mit Kindern ansprechen, ausreichend Ball-und Spielwiesen genießen daher Priorität. Aber die Neubürger wollen im Glasmacherviertel sicher auch nicht ausschließlich unter sich bleiben. Das Wohnviertel mit seinen Parks sollte daher alle Gerresheimer ansprechen und ihnen neue Ausflugsmöglichkeiten in unmittelbarer Nachbarschaft bieten.

Quelle: RP
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