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Düsseldorf
Anleger informieren sich beim RP-Investmentforum

Düsseldorf. Wenn es keine Zinsen gibt, wird Sparen und Geldanlegen zur Herausforderung. Anleger fragen sich, ob Aktien und Fonds eine Alternative bieten oder zu riskant sind. Viele kaufen Immobilien, aber die sind auch schon teuer. Fragen über Fragen. Entsprechend groß ist das Interesse an Informationen, wie das 7. RP-Finanzforum "Investmentideen 2016" zeigte. Rund 300 Besucher nutzten die Gelegenheit, im ausgebuchten Konferenzzentrum der Rheinischen Post Experten nach deren Strategien und Empfehlungen zu befragen.

Wie sieht ein "Leben nach der EZB-Null" aus? Oder anders gefragt: "Wo bekomme ich heute noch etwas für mein Geld - statt Strafe zu zahlen?" Antworten darauf gab der Finanzwissenschaftler Hartwig Webersinke in seinem Vortrag. Der Dekan der Fakultät Wirtschaft und Recht an der Hochschule Aschaffenburg geht davon aus, dass die Notenbanken weiterhin die Märkte mit Geld fluten. Festgeld und Anleihen seien daher eher uninteressant, "Substanzwerte", also vor allem Aktien, seien besser. Denn Unternehmen hätten im aktuellen Umfeld "in Hülle und Fülle" Chancen. Anleger müssten sich allerdings heute aktiver als früher um ihr Vermögen kümmern.

Der Wissenschaftler ordnete auch aktuelle politische Fragen ein. So könne Migration einen "sehr langfristigen makroökonomisch positiven Impuls geben", sie verschärfe aber kurzfristig den Wettbewerb unter den Geringverdienern.

Die Besucher nutzten das Forum auch, um sich bei Finanzprofis aus Banken, unabhängigen Vermögensverwaltungen und Finanzinstituten zu informieren, die in Diskussionsrunden und Einzelvorträgen ihre Anlagestrategien vorstellten.

(jgr)
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