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Auf Ein Wort
Auf ein Jahr mit vielen Lichtblicken

Düsseldorf. Wahrscheinlich haben Sie Ihre Weihnachtsdekoration schon wieder verstaut. Vielleicht haben Sie schon alles im Blick auf die fünfte Jahreszeit dekoriert. Mit dem letzten Sonntag, Taufe des Herrn, ist die Weihnachtszeit auch offizielle vorbei - das nächste Hochfest (Karneval) steht unmittelbar vor der Tür. Und da die Session in diesem Jahr ohnehin so kurz ist, haben sich besinnliche Weihnachtszeit und karnevalistisches Treiben überlagert. In meiner Wohnung habe ich allerdings noch nicht die weihnachtlichen Accessoires komplett gegen Luftschlangen ausgetauscht. In meinem Fenster hängt noch ein beleuchteter Stern - und der bleibt dort bis zu Lichtmess, bis zum 2. Februar, dem früheren Ende der Weihnachtszeit. So kann ein Aspekt der Weihnacht noch nachwirken: das Licht. Im Johannesevangelium heißt es über Jesus Christus, dass mit ihm das Licht in die Welt kam. Dieses weihnachtliche Licht bleibt -auch über die Weihnachtszeit hinaus. In mancher dunkler Stunde kann die Erinnerung an etwas Helles und Schönes uns innerlich froh machen. Und manchmal kann ein lichter Gedanke uns dabei helfen, das Wichtige, das Richtige zu sehen oder durchzublicken. Das Licht von Weihnachten kann uns das ganze Jahr über dabei helfen, unseren Blick nicht zu verfinstern, positiv und mit Wohlwollen auf die Wirklichkeit zu schauen, den Optimismus nicht aus dem Blick zu verlieren. Das gilt gerade im Blick auf die aktuellen Herausforderungen. Da darf uns manche finstere Erfahrung aus der Silvesternacht oder aus anderen Bezügen den Blick nicht dafür verdunkeln, dass der Zuzug von Flüchtlingen viel Positives in unserem Land bewirkt hat - sei es, dass Menschen in Not geholfen wird, sei es, dass Menschen sich für einander einsetzen. Ein solcher Lichtblick blendet die Schwierigkeiten nicht aus, lässt aber nicht zu, dass die Probleme das Positive völlig verdecken. Daran erinnert mich der leuchtende Stern der Weihnacht in meinem Fenster. Und deshalb bleibt er dort noch ein paar Tage hängen. In diesem Sinne wünsche ich ein gutes Jahr mit vielen Lichtblicken.

PFARRER ANTONIUS HAMERS IST LEITER DES KATHOLISCHEN BÜROS NRW

Quelle: RP
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