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Kochen im Camper
Das schmeckt nach Abenteuer

Kochen im Camper: Das schmeckt nach Abenteuer
Erst mal Kaffee: so beginnt der Outdoor-Tag.
Von Suppendose bis Sonntagsbraten reicht der Speiseplan im mobilen Urlaub. Doch wer sich der Herausforderung des Kochens auf beengtem Raum stellt, sollte einige Tricks beachten. Denn dann wird das Kochen auf dem Campingplatz zum Erlebnis.

"Ich glaubte, Frankreich gut zu kennen. Doch erst auf unseren Touren mit dem Reisemobil bin ich wirklich vertraut geworden mit der französischen Lebensart. Und eine ganz wesentliche Rolle dabei spielte die Küche." Achim Wroblewski ist seit Jahren Reisemobilist und am liebsten im Süden Frankreichs unterwegs. Auf den Wochenmärkten kauft er die köstlichsten Dinge wie fangfrischen Fisch, duftende Kräuter, knackiges Gemüse und natürlich gereiftes Obst.

Klar besucht der pensionierte Oberstudienrat vom Niederrhein auch hin und wieder mit seiner Partnerin ein Restaurant. Doch das Kochen ist für ihn (fast) so wichtig wie das Reisen selbst. Und bei einem guten Glas Bordeaux am Abend vor dem Reisemobil freut er sich schon auf das frische Baguette am Morgen. So geht Savoir-vivre im Camping-Urlaub.

Große Hunger, kleine Küche, kein Problem.

Allerdings, das Kochen im Reisemobil oder Caravan stellt eine Herausforderung dar, denn man hat viel weniger Platz als zu Hause. Und auch wenn Camping- oder Stellplatz üblicherweise mit Strom und Wasseranschluss ausgerüstet sind, das Gas für den Herd ist nicht in beliebiger Menge vorhanden. Da muss der Camper schon mal improvisieren und den Grill oder einen Dutch Oven als praktische Ergänzung des Gaskochers nutzen und mittels Kühltasche die Kapazität des Kühlschranks an Bord erweitern.

Was also braucht man an Utensilien? Neben Besteck, Küchenmessern, Tellern und Tassen vor allem Töpfe und Pfannen. Und zwar solche, die freizeitfahrzeugtauglich sind. Das heißt, möglichst stapelbar und mit abklappbarem oder abnehmbarem Griff bzw. Stiel. Dann können sie platzsparend untergebracht werden. Um Gewicht zu sparen, ist Aluminium erste Wahl.

Wer allerdings auch seinen Grill zum Braten nutzen will, sollte sich den Luxus einer schweren, gusseisernen Pfanne leisten. Porzellan ist übrigens keine gute Lösung, wenn es ums Camping geht. Besser ist das leichte und lebensmittelechte Melamingeschirr, das nahezu unzerstörbar ist. Besonders praktisch mit Anti-Rutsch-Rand für den wackeligen Campingtisch.

Und noch zwei Tipps, die Platz sparen: Nudelsiebe sind sperrig. Als Alternative empfiehlt sich ein flacher Abgießdeckel. Außerdem, wer Wert auf eine gute Campingküche legt, kauft frische Lebensmittel vor Ort und geht nur mit einer Grundausstattung auf Reisen. Und worauf kann man in der Camping-Küche verzichten?

Sicher auf den 24-teiligen Messerblock und schwere elektrische Küchenhelfer, denn die können durch gewichtsneutrale Muskelkraft ersetzt werden. Körperlicher Einsatz macht bekanntlich hungrig. Also was sind typische Camping-Gerichte, die schnell und einfach gemacht sind? Unschlagbar, was den Aufwand angeht, ist die One Pot Pasta, bei der Nudeln und Soße im selben Topf kochen. Dazu werden alle Zutaten (Gemüse, Fisch, Gewürze, Fleisch) zunächst klein geschnitten. Dann mit den Nudeln in den Topf geben. Etwas Wasser dazu und nach zehn Minuten (die Nudelsorte gibt die Kochzeit vor) ist alles fertig. Die Pasta gart in der Soße und saugt das Aroma förmlich auf.

Suppen und Eintöpfe lassen sich mit vergleichbar geringem Aufwand zaubern. Gerne auch über der Glut des Grills, denn dann gibt es im Fahrzeug keine üblen Gerüche. Für geübte Campingköche mit Lust am Brutzeln in der freien Natur beginnt der Tag mit einem amerikanischen Frühstück mit Speck, Eiern, Würstchen, Bohnen und Pfannkuchen. "Das kostet zwar Zeit, schmeckt aber besonders lecker", sagt Carsten Bothe.

Auch für den Camping-Profi ist die gute Outdoor-Küche das A und O eines gelungenen Urlaubs. Fladenbrot aus der Pfanne mit Räucherlachs, Frischkäse und Ei oder auf dem Grill überbackener Schafskäse mit Baguette sind nur zwei von gut hundert tollen Rezeptideen, die Bothe in seinem Camping-Kochbuch veröffentlicht hat.

Dazu gibt der Outdoor-Spezialist nützliche Tipps für die Camping-Küche. Vor allem hat es ihm der Dutch Oven angetan. In dem Feuertopf lässt sich vom Gulasch bis zum Kuchen so ziemlich alles auf glühender Holzkohle zubereiten. Allerdings ist dafür Übung erforderlich. "Vor der Tour im Garten probieren", rät Bothe und verspricht: "Der Braten aus dem Dutch Oven ist ein Gedicht." Und ein kulinarisches Erlebnis, das nach Abenteuer schmeckt.  

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