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Düsseldorf
Comenius-Schüler verabschieden Athleten mit 500 Luftballons

Düsseldorf: Comenius-Schüler verabschieden Athleten mit 500 Luftballons
Leon Richter (l.) und Gert Henry Hagemann vom Comenius-Gymnasium verabschiedeten gestern die Basketballer mit Luftballons. FOTO: andreas bretz
Düsseldorf. Die Elftklässler Gert Henry Hagemann (17) und Leon Richter (18) sind zwei von rund 50 Schülern des Comenius-Gymnasiums, die fünf Tage lang die Special-Olympics-Athleten betreuten. Von Nicole Scharfetter

Gestern wurden die Sportler mit geistiger Behinderung verabschiedet: Dazu ließen die Schüler und Athleten 500 Luftballons in den Himmel steigen mit der Notiz: "Diese Special Olympics waren wirklich special!" Überhaupt sind die Sportler und Schüler in der Woche zusammengewachsen, finden Gert Henry und Leon. "Am zweiten Tag hat man schon keinen Unterschied mehr zwischen uns und den Spielern gesehen", sagt der 18-Jährige.

In der Sporthalle des Comenius-Gymnasiums wurden die Basketball-Wettbewerbe ausgetragen. "Wir haben uns um ein Team gekümmert", sagt Gert Henry. Anfeuern, die Spieler mit Getränken versorgen und trösten - das waren einige der Aufgaben. Die beiden Gymnasiasten hatten vor den Nationalen Sommerspielen in Düsseldorf nie Kontakt mit Menschen mit geistiger Behinderung. "Natürlich hat man sich da seine Gedanken gemacht", sagt Leon. Die Neugier sei aber größer gewesen, deswegen haben sie sich für die Helfer-Aufgabe gemeldet. "Und ein bisschen auch, weil wir schulfrei hatten", ergänzt Gert Henry.

Bereut haben sie ihre Entscheidung nicht. Ganz im Gegenteil. Die Begegnung mit Menschen mit geistiger Behinderung hätte schon viel früher stattfinden sollen", sagt der 17-Jährige. Deswegen plant sein Klassenkamerad ein Projekt, damit die jüngeren Comenius Schüler diese Chance bekommen. "Ich habe mit Organisatoren der Special Olympics gesprochen, die mir von einer AG erzählt haben." Eine Sport-AG will Leon Richter jetzt auch gründen für die jüngeren Kinder seiner Schule und Kinder einer Förderschule. Eine Kooperation sozusagen, damit man weiterhin in Kontakt bleibt. Auch Lehrer Stefan Wiewiora hofft auf eine nachhaltige Wirkung der Spiele am Comenius-Gymnasium.

Quelle: RP
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