| 19.48 Uhr
Düsseldorf
Das lächelnde D wird Düsseldorfs neue Marke
So sieht Düsseldorfs neues Logo aus
So sieht Düsseldorfs neues Logo aus FOTO: BBDO
Düsseldorf. Im Rathaus hat die Werbeagentur BBDO den Entwurf für eine neue Dachmarke der Stadt vorgestellt. Das Echo war überwiegend positiv. Von Thorsten Breitkopf

Ein rotes D mit vorangestelltem Doppelpunkt soll das neue Dachmarken-Logo der Stadt Düsseldorf werden. Im Plenarsaal des Rathauses präsentierte Frank Lotze, Chef der Werbeagentur BBDO Proximity, den aktuellen Entwurf vor Entscheidungsträgern aus Politik, Kultur, Vereinen, Wirtschaft und Verwaltung. Als "lächelndes D" bezeichnen die Werber das Logo. "Das Zeichen soll einfach und prägnant sein und gleichzeitig Dinge aufgreifen, die typisch für Düsseldorf sind", sagte Lotze.

Beim D ließen sich die Werber vom ersten Buchstaben des Stadtnamens bzw. vom Düsseldorfer Autokennzeichen inspirieren. "Bislang ist blau die Farbe des städtischen Logos, aber rot und weiß sind die Farben der Stadt, man denke an das Wappen oder Fortuna", so Lotze weiter. Die vorangestellten Punkte wurden vom "ü" übernommen. "Das Logo soll bewusst wie ein Emoticon wirken", so Lotze.

Unter Emoticon versteht man Zeichenfolgen aus normalen Satzzeichen, meist sind es Smileys, die Lachen oder Erstaunen ausdrücken sollen und vor allem bei SMS verwendet werden. "Wenn die Düsseldorfer irgendwann in einer Mail nur :D schreiben und Düsseldorf meinen, dann haben wir das Ziel erreicht", sagte Lotze.

Das Emoticon :D steht übrigens für lautes Lachen. Verwendet werden soll das Logo als Ergänzung zu den bestehenden Zeichen der Düsseldorfer Institutionen, städtischen Töchtern und Kultureinrichtungen. "Es soll nicht das städtische Verwaltungslogo ersetzen", sagte Oberbürgermeister Dirk Elbers.

In einem zweiten Schritt aber soll das blaue Stadtlogo durch ein neues Zeichen ersetzt werden. "In Zukunft soll der rote Bergische Löwe aus dem Stadtwappen wieder zum Logo der Verwaltung werden, zunächst werden wir aber am alten Logo festhalten, auch wenn diesem der Bezug zur Stadt fehlt", sagte OB Elbers.

Mit der neuen Dachmarke sollen laut BBDO vor allem Nicht-Düsseldorfer angesprochen werden. Ein markenrechtlicher Schutz des neuen Zeichens sei bereits beantragt worden. Das neue D-Logo soll auch von Privatleuten und Firmen frei verwendet werden können. Nach Recherchen von BBDO wird das Zeichen bislang nicht von einer anderen Institution belegt.

Die Reaktionen des Publikums waren weit überwiegend positiv. "Das neue Logo ist schön und schlicht. Ich kann es mir sehr gut auf den Werbematerialien der Messe vorstellen", sagte Messechef Werner M. Dornscheidt. Auch für nicht-städtische Unternehmen sei das neue Zeichen interessant, meinte Flughafenchef Christoph Blume. Andreas Bruns, Werksleiter bei Henkel und Vorsitzender des Vereins Zukunft durch Industrie: "Wir haben heute Vorstandssitzung, und ich werde meinen Vereinsmitgliedern vorschlagen, die Idee mit dem Doppelpunkt in unserem Vereinslogo umgehend aufzunehmen."

Ulrich von Alemann, früherer Prorektor der Heinrich-Heine-Universität, lobte zwar auch, das Zeichen sei "faszinierend in seiner Einfachheit", warnte aber, das D könnte außerhalb Düsseldorfs eher mit Deutschland identifiziert werden. Das sei aber durchaus gewollt, meinte Stadtsprecherin Natalia Fedossenko. IHK-Hauptgeschäftsführer Udo Siepmann warnte vor einer Verwechslung mit dem ähnlichen Sparkassen-Logo.

Quelle: jco
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