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Düsseldorf
Diskussion um Dealerszene

Düsseldorf. Politiker wollen Kriminalpräventiven Rat einbeziehen.

Die Klagen von Händlern und Anwohnern an der Friedrich-Ebert-Straße über den offenen Drogenhandel vor ihrer Haustür, über Bedrohungen und Übergriffe stoßen in der Politik auf Resonanz. Auf Anfrage der Rheinischen Post erklärte Sabine Schmidt (CDU), stellvertretende Vorsteherin der Bezirksvertretung 1: "Wir hatten früher den Kriminalpräventiven Rat dort vor Ort, das sollten wir wieder aktivieren." Dies befürwortet auch Norbert Czerwinski, der für die Grünen im Ordnungs- und Verkehrsausschuss (OVA) sitzt. Aber, wie Kollegen anderer Fraktionen auch, glaubt er nicht an schnelle Lösungen beim Kampf gegen die Dealerszene. "Es reicht nicht, sie zur nächsten Ecke zu vertreiben. Da muss man schon geschickter vorgehen."

Martin Volkenrath (SPD), Vorsitzender im OVA und selbst Mitglied im Kriminalpräventiven Rat, kündigte Gespräche mit Polizei, Ordnungs- und Service-Dienst (OSD) sowie auch der Drogenhilfe an. Die Wahrnehmung der Anwohner und Händler sei ein Fakt, der subjektiv geprägt sei, der aber ernst genommen werden müsse. Nun gehe es darum, weitere Fakten zu sammeln, beispielsweise im Hinblick auf die Zahl der Dealer sowie ihr Auftreten. Er stellt aber auch klar: "Es ist nicht so, dass die Drogenkriminalität in Düsseldorf explodiert wäre."

Andreas Hartnigk (CDU) nimmt die Situation zum Anlass, nach der Wirkung von Anti-Drogen-Maßnahmen zu fragen. "Wir pumpen seit Jahren Geld in Programme und haben trotzdem diese Exzesse. Wie kann das sein?" Wenn eine Vielzahl von Menschen durch die Drogenkriminalität in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt werde, sei es Zeit nachzusteuern oder etwas Neues auszuprobieren.

(stz)
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