| 18.51 Uhr

Nach SEK-Einsatz bei Rocker-Party
Hells Angels Düsseldorf-City lösen sich auf

SEK-Einsatz bei Party der Hells Angels
SEK-Einsatz bei Party der Hells Angels FOTO: Privat
Düsseldorf. Der Düsseldorfer Ortsclub D-City der Rockergruppe Hells Angels hat sich aufgelöst. Das gab die Rockergruppe bekannt. Gründe wurden nicht genannt. Vergangene Woche hatte das SEK eine Party der Rocker durchsucht.

In der vom Donnerstag datierten Mitteilung heißt es, der Motorradclub Hells Angels Düsseldorf-City habe sich aufgelöst. "Zu den Gründen, die auch mit der politischen Situation in Deutschland zu tun haben, wollen wir derzeit nicht öffentlich Stellung nehmen", heißt es wörtlich.

Der Anwalt der Rocker bestätigte den Schritt am Freitag. Er sei beauftragt worden, Behörden und Innenministerium darüber zu unterrichten. Erklärungen gab auch er nicht ab. Die Polizei wollte den Schritt der Rocker ebenfalls nicht kommentieren.

Streit um SEK-Einsatz bei Rocker-Party

Am vergangenen Wochenende hatte die Polizei einer Party dieser Ortsgruppe der Höllenengel in Düsseldorf einen Besuch abgestattet. Dabei waren zwei mit Haftbefehl gesuchte Männer festgenommen und Messer beschlagnahmt worden. Schusswaffen suchte die Polizei vergeblich. Nach dem Einsatz hatte es schwere Vorwürfe gegen das SEK gegeben, Unbeteiligte seien verletzt worden. Die Polizei weißt diese Vorwürfe zurück.

Die Lage im Düsseldorfer Rockermilieu war zuletzt angespannt. Zwei Ortsclubs der Hells Angels, "Oldtown" und "D-City", rangen um Macht und Marktanteile. In NRW waren in den vergangenen Jahren mehrfach Ortsgruppen der Rocker verboten worden, kürzlich in Erkrath bei Düsseldorf.

(lnw)
 
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