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Düsseldorf
Das steckt hinter den pinken Fahrrädern

Pinke Fahrräder in Düsseldorf abgestellt
Pinke Fahrräder in Düsseldorf abgestellt FOTO: Jürgen Koll
Düsseldorf. Viele Düsseldorfer haben sie schon entdeckt, auf Facebook fragen sie sich, was es mit den pinken Fahrrädern in der Stadt auf sich hat. Dahinterstecken könnte ein neuer Fahrrad-Lieferdienst, der für mehr Fahrradfreundlichkeit in der Stadt werben will. 

Ein Statement für was-auch-immer? Am Ende gar für den Prolog der Tour de France in Düsseldorf? Eine zufällige Häufung der Farbe Pink? Oder doch nur Guerilla-Marketing, jene Art von Werbung, die sich im öffentlichen Raum ihr Aufsehen sucht? Taximann Jürgen Koll, der als Künstler mit Werber-Erfahrung mit geschultem Blick durch die Stadt fährt, hat sich schon an "mindestens zwölf" Standorten über die Räder gewundert.

Vor zwei Jahren waren schon einmal vollständig angestrichene Fahrräder in der Stadt aufgetaucht: Im Rahmen einer Schwerpunktaktion der Polizei zum Thema Sicherheit beim Radfahren hatte der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) weiße, so genannte Geisterräder überall da postiert, wo Radfahrer schwer verunglückt, einige tödlich verletzt worden waren.

Im Ordnungsamt wusste man nichts von einer organisierten Fahrrad-Aktion, angemeldet sei sie zumindest nicht, sagte Amtsleiter Michael Zimmermann, und derzeit besteht aus behördlicher Sicht auch kein Anlass zur Kritik. "Die Räder sind, soweit wir das überprüft haben, ordnungsgemäß abgestellt und auch gesichert." Sollten sie allerdings über einen längeren Zeitraum stehenbleiben und zudem womöglich ein Reklame-Gag sein, müsse das Amt reagieren. Denn dann wären die Räder nicht einfach abgestellte Fahrräder, sondern eine Sondernutzung des öffentlichen Straßenraums. Und die bedarf der Genehmigung.

Beantragen müsste die wahrscheinlich ein Startup-Unternehmen aus Berlin, das jetzt auch in Düsseldorf aktiv wird - ein Lieferdienst ohne eigene Küche, der Bestellungen für Restaurants ohne Lieferservice entgegennimmt und die Bestellungen per Fahrrad ausfährt. Die pinkfarbenen Räder sind dabei nicht im Einsatz, sollen auch nicht direkt fürs Unternehmen, sondern für mehr Fahrradfreundlichkeit in der Stadt werben.

(sg)
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