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Düsseldorf
Schadowstraße bekommt ihre zweite Chance

Düsseldorf: Schadowstraße bekommt ihre zweite Chance
Auf dieser Skizze ist zu sehen, wie sich die HPP-Architekten die Schadowstraße vorstellen. Der Raum wird gemeinsam genutzt - hier sind Radler und zumindest teils sogar Autos zugelassen. Dies möchte die Mehrheit der Politiker nicht. FOTO: HPP
Düsseldorf. Auch die Architekten aus dem Büro HPP legen Ideen für die Neugestaltung vor. Die Rheinische Post lädt für den 26. November zur Podiumsdiskussion ins Maxhaus ein. Von Uwe-Jens Ruhnau

2016 wird für die Schadowstraße ein entscheidendes Jahr. Es sind bereits mehrere Ideen für die Neugestaltung der zentralen Einkaufsmeile diskutiert worden, zuletzt besonders kontrovers der Beitrag von vier Künstlern, die vor allem wegen des Radwegs in der Mitte der Fußgängerzone viel Kritik einstecken mussten. Die Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und FDP hat im Planungsausschuss deswegen ein ergänzendes Workshop-Verfahren durchgesetzt. Im neuen Jahr sollen drei Teams aus Stadtplanern und Landschaftsarchitekten mit Künstlern Varianten entwickeln.

Die Meinungen zur Gestaltung gehen weit auseinander. Gebündelt und präsentiert werden Vorschläge der bisherigen Workshops, des Meinungsforums auf der städtischen Internetseite und der Bauwagenaktionen vor Ort auf der Schadowstraße am 12. November im S-Forum der Stadtsparkasse an der Berliner Allee 33. Nach dieser Veranstaltung wollen die Politiker den Auslobungstext für das ergänzende Workshop-Verfahren formulieren. Die damit verbundenen Ziele wollen die Rheinische Post und das Maxhaus am 26. November diskutieren. Bei der Podiumsdiskussion sollen Architekten und Kreative, aber vor allem auch die Anlieger zu Wort kommen.

Vorschläge hat jüngst beispielsweise Künstlerin Tita Giese gemacht. Sie sieht eine durchgängige Bepflanzung vor. Das Düsseldorfer Planungsbüro HPP hat ebenfalls ein Konzept erarbeitet. Es liegt der RP vor. Der Straßenraum hat in dieser Variante einen hellen, barrierefreien Belag, der von Hauswand zu Hauswand verläuft. Diese Fläche soll von allen Verkehrsteilnehmern gleichberechtigt genutzt werden können. Dieses Modell nennt man nach Londoner Vorbild "shared space", es geht um geteilten, gemeinsam genutzten Platz. Grundregel ist dabei die gegenseitige Rücksichtnahme. HPP denkt dabei nicht an normalen Auto-, sondern Liefer- und Taxiverkehr - sowie eventuell die Zufahrt zum Parkhaus an der Bleichstraße. Akazien und Linden sowie Bänke, Fahrradstellplätze, Laternen etc. sollen die Straße strukturieren und "urbanen Erlebnisraum" schaffen - mit Cafés und Straßenrestaurants. Die HPP-Architekten denken auch an Skulpturen, Brunnen, überdachte Terrassen und ein Kaffeehaus vor Karstadt. Wichtig: Die Stadt solle ihre Flächen zu wirtschaftlich vertretbaren Mieten abgeben. Dann könne die Schadowstraße ein erfreuliches, urbanes Erlebnis bieten.

Quelle: RP
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