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Düsseldorf
Ex-Wagenbauleiter tritt als Uzbröder-Präsident zurück

Düsseldorf. Das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) wirft seinem früheren Wagenbauleiter vor, für Rechnungen in Höhe von rund 10.000 Euro keine Leistungen erbracht zu haben. Nun meldet sich Torsten Langer selbst zu Wort. Anders als behauptet habe er Elektro-Arbeiten an der Wagenbauhalle in Bilk durchgeführt, sagte er gestern auf Anfrage unserer Redaktion. So habe er zum Beispiel alte Leitungen entfernt, sei aber nicht mit allem fertig geworden.

Langer bedauert, dass das CC mit den Vorwürfen am Mittwochabend an die Öffentlichkeit gegangen sei und er sich, da er zurzeit auf einer Kreuzfahrt sei, nicht vor Ort dazu habe äußern können. Als Konsequenz kündigte er gestern an, von seinem Amt als Präsident der Karnevalsgesellschaft Düsseldorfer Uzbröder zurücktreten zu wollen, um Schaden vom Verein abzuwenden.

Langer war Ende Juni als Rosenmontagszugwagenbauleiter zurückgetreten. Wie das CC am Mittwoch bekannt gab, habe sich der Betrugsverdacht gegen den Elektriker bereits im April erhärtet. Im weiteren Verlauf erstattete das CC Anzeige gegen Langer, weil er dem CC mehrere Rechnungen gestellt, im Gegenzug aber keine Arbeiten erledigt haben soll. CC-Geschäftsführer Hans-Jürgen Tüllmann hatte zum Rücktritt Langers Ende Juni unserer Redaktion gesagt: "Wir bedauern die Entscheidung von Torsten, der seine Sache sehr gut gemacht hat." Tüllman räumte gestern ein, dass die Aussage "nicht gut" gewesen sei.

Tüllmann sagte außerdem, dass am Vier-Augen-Prinzip beim Prüfen von Rechnungen festgehalten werde. Er als CC-Geschäftsführer sowie Renate Immich vom Büro des CC kontrollierten die eingehenden Forderungen.

(jaw)
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