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Universität Düsseldorf
Hochschulgruppe der AfD provoziert erneut mit Heine-Denkmal

Düsseldorf. Die Düsseldorfer Hochschulgruppe der Alternative für Deutschland (AfD) versucht sich erneut mit einem provokanten Verweis auf Heinrich Heine ins Gespräch zu bringen. Die Mitglieder verkleideten bereits zum zweiten Mal die Statue des Dichters an der Heinrich-Heine-Universität für ein Video.

Im Sommer hatte die Gruppe ihn mit einer Burka verhüllt. Diesmal trägt Heine einen Stahlhelm, einen Munitionsgurt, ein Gewehr und ein Schild mit dem Motto: "Nein zur Zivilklausel: (intellektuell) aufrüsten". Der polizeiliche Staatsschutz und die Staatsanwaltschaft prüfen, ob die Aktion einen Straftatbestand erfüllt.

Mit der Aktion will die Gruppe nach eigenen Angaben gegen die Selbstverpflichtung von Hochschulen protestieren, nicht für militärische Zwecke zu forschen. Eine solche Verpflichtung gilt auch für die Düsseldorfer Universität. Der Zeitpunkt für die Veröffentlichung des Videos, in dem auch ein Statement des Vorsitzenden David Christoph Eckert (25) zu sehen ist, ist nicht zufällig gewählt: An der Heinrich-Heine-Universität wird ab dem 21. November das Studierendenparlament neu gewählt, auch die AfD-Gruppe will einziehen.

(arl)
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