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Düsseldorf
Jüdische Gemeinde fordert Hilfe bei Schutzmaßnahmen

Düsseldorf. Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf verlangt für zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen an ihren Einrichtungen mehr finanzielle Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Gemeinde hätten im vergangenen Jahr für solche Sicherheitsmaßnahmen rund 1,2 Millionen Euro gefehlt, sagte der Geschäftsführer Michael Szentei-Heise dem Evangelischen Pressedienst. Die Vorkehrungen seien nicht zuletzt wegen des anhaltenden Flüchtlingszuzugs aus muslimischen Ländern nötig. Die Gemeinde wolle dieses Anliegen heute in einem Gespräch mit der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) vorbringen.

Deutschland lasse eine große Gruppe von Menschen ins Land, "die aus Ländern kommen, die uns Juden als Angriffsziel haben". In manchen dieser Länder gehöre "Antisemitismus zur Staatsräson", sagte Szentei-Heise. Wenn radikalen Islamisten unter den Flüchtlingen nicht entschieden entgegengetreten werde, dann "werden wir Juden wieder Ziel antisemitischer An- und Übergriffe", warnte der Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde. Auch das Land selbst habe im vorigen Jahr die Sicherheit seiner Einrichtungen erhöht, so Szentei-Heise weiter. Daher sei es nur legitim, dass auch die Jüdische Gemeinde ihre Schutzmaßnahmen erhöhe. "Wir erwarten hier eine Beteiligung des Landes", betonte er. Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf ist mit rund 7000 Mitgliedern die drittgrößte in Deutschland.

(epd)
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