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Die Themen für 2018
Kein "Ausverkauf" des Grafenberger Waldes

Die Themen für 2018: Kein "Ausverkauf" des Grafenberger Waldes
Politiker fürchten "den heimlichen Ausverkauf des Grafenberger Waldes" - und wollen das unbedingt verhindern. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Düsseldorf. Glasmacherviertel, Gerricusplatz, Bergische Kaserne - das sind nur einige Themen, die 2018 im Bezirk 7 wichtig sein werden. Von Marc Ingel

Es sind natürlich die großen Bauprojekte, die auch 2018 wieder im Fokus der Stadtteilpolitiker im Stadtbezirk 7 stehen werden. Aber auch die vermeintlich kleinen Defizite im Stadtbild müssen zügig abgestellt werden. Eine Auswahl der relevanten Themen, die im kommenden Jahr voraussichtlich die Diskussionen dominieren werden.

Glasmacherviertel Nach dem Investorenwechsel solle eben nicht wieder alles auf Null gestellt werden, sondern zügig der Spatenstich für das Neubauviertel auf dem ehemaligen Glashüttengelände in Gerresheim terminiert werden, fordert Bezirksbürgermeister Karsten Kunert (SPD). Sönke Willms-Heyng (FDP) betont, wie enorm wichtig es sein werde, dass mindestens 40 Prozent preisgünstiger Wohnraum entsteht. Eva Mörgers (Grüne) Wunsch ist es, "dass kein anonymes Neubauviertel dort entsteht, sondern ein lebendiger, individueller Stadtteil, der ein eigenes unverwechselbares Gesicht bekommt".

Die Sanierungsarbeiten auf dem Glashüttengelände sind beendet. Jetzt sollen trotz Investorwechsel endlich die Bauarbeiten beginnen. FOTO: Christoph Reichwein

Grafenberger Wald Eine vermeintlich unspektakuläre Beschlussvorlage der Verwaltung auf Nutzungsänderung eines Forsthauses im Grafenberger Wald sorgte für große Aufregung in der Bezirksvertretung. Spekuliert wurde nicht nur, dass die Stadt das Grundstück in Wirklichkeit verkaufen, sondern es vergrößern wolle, um es für Investoren attraktiver zu gestalten. Rainer Klöpper (CDU) ist überzeugt, dass das Thema auch 2018 nicht an Brisanz verlieren wird. "Dabei wünsche ich mir mehr Sensibilität beim Umgang mit dem Grafenberger Wald in Verwaltung und bei SPD und Grünen."

Bergische Kaserne Die Flüchtlinge sind raus, die Bundeswehr auch so gut wie, "jetzt steht endlich eine Bewertung und Entscheidung der Erschließung des künftigen Wohngebiets an", sagt Wolfram Müller-Gehl (Linke). Die Weichen müssten gestellt werden, ob Seilbahn, separate Busspur stadteinwärts auf der B7 oder eine bloße Verdichtung des Busverkehrs in den Stoßzeiten die Lösung darstelle. Eine Frage, die nur in einem Werkstattverfahren gelöst werden könne, meint Kunert.

Gerricusplatz Poller am Alten Markt in Gerresheim sollten bewirken, dass der Gerricusplatz vom Durchgangsverkehr verschont bleibt. Nun sind sie weg, aber die Aufgabe, die für die Anlieger versprochene Verkehrsberuhigung durchzusetzen, so Müller-Gehl, bleibe. Eine wirksame Regelung müsse gefunden werden. Eine generelles Umdenken fordert Mörger: "Dort sollen sich Menschen aufhalten und Kinder spielen. Diese Plätze wurden nicht dafür gemacht, dass Autofahrer dort entlangbrettern, um ein paar Ampelphasen einzusparen." V

illa Sohl Für Klöpper trägt nicht zuletzt die angestrebte Bebauung des Sohl-Grundstücks am Rotthäuser Weg viel Brisanz in sich. Ein Investor hat das Grundstück erworben, will dort Wohnungen bauen, der Park soll jedoch für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben.

Gaslaternen Auch die Gaslaternen werden die Politik weiter beschäftigen. "Wir werden die Gasbeleuchtung großzügig erhalten und trotzdem dunkle Ecken mit energieeffizienten Leuchten aufhellen", erklärt Willms-Heyng. Einsetzen müsse man sich dafür, dass die Denkmalbereiche Otto-, Vereins- und Dreifaltigkeitsstraße bei der Auswahl anerkannt werden, so Müller-Gehl.

ÖPNV Als Dauerbrenner bezeichnet Klöpper die Verlegung der Bushaltestelle Neuenhaus näher an die Stratenhofsiedlung heran. "Bisher müssen viele der mit dem Bus der Linie 738 aus der Düsseldorfer City kommenden Fahrgäste über 400 Meter und mehr bis zu ihrer Haustür laufen." Hier müsse endlich Abhilfe geschaffen werden. Ebenfalls der Bestandteil einer jeden Jahresvorschau seit mehr als fünf Jahren: der barrierefreie Umbau des Gerresheimer S-Bahnhofs. "Die Mittel sind bewilligt, und doch bewegt die Bahn sich nur sehr langsam", ärgert sich Bezirksbürgermeister Kunert.

Quelle: RP
 
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