| 16.16 Uhr

Rheinkirmes in Düsseldorf
Schausteller will Kirmes-Fans gruseln

Rheinkirmes 2016 in Düsseldorf mit Grusel-Fahrgeschäft "Encounter"
Im Steampunk-Outfit, das Science-Fiction mit Historischem mischt, macht Karl Häsler Werbung für das Fahrgeschäft "Encounter". FOTO: Häsler
Düsseldorf. Im Steampunk-Kostüm steht Schausteller Karl Häsler an seinem Fahrgeschäft "Encounter" und lockt die Kirmesbesucher an. Stellen Sie sich vor, Sie dürfen Zeuge eines geheimen Experiments sein, bei dem ein Alien geschaffen wird. Von Nicole Lange

An sich ein einzigartiges Erlebnis - das aber ins Unangenehme kippen kann, wenn das (hochgradig gefährliche!) Wesen sich dem vorgesehenen Dienst an der Wissenschaft entzieht, ausbricht und plötzlich ganz nah hinter Ihnen zu stehen scheint. 

"Und plötzlich pikt einem etwas in den Rücken", sagt Schausteller Karl Häsler und lacht mit seiner rauen Stimme, mit der er auf Volksfesten oft Werbung für seine Attraktionen macht. Der 55-Jährige hat sich das Grusel-Fahrgeschäft "Encounter" ausgedacht, das auf der nächsten Rheinkirmes erstmals auch die Düsseldorfer begeistern soll. Diese beginnt am 16. Juli.

Auf die Große Kirmes freut sich der Münchner schon jetzt besonders - immerhin waren seine Familie und er dort seit Jahrzehnten immer wieder mit verschiedenen Fahrgeschäften vertreten. "Meine Eltern haben in den 70er Jahren das 180-Grad-Kino nach Düsseldorf gebracht", erinnert sich Häsler. Er selbst kam dann unter anderem mit dem Illusionskino "Skyrider" auf die Rheinkirmes, das immer "vorne gegenüber von der Wasserbahn" stand. Auch das "Imagination"-Kino brachte er auf die Rheinwiesen. Düsseldorf sei also ein wichtiger Teil seines Werdegangs, sagt er: "Da muss ich also mal wieder hinkommen." Auch deshalb, weil die Rheinkirmes für die Branche eine "tolle Adresse" sei, fügt er hinzu: "Andere Veranstalter orientieren sich daran, wer in Düsseldorf steht", so Häsler.

Die Menschen hier mag er ohnehin, viele seien kirmesbegeistert. Also habe er gerne die Möglichkeit abgesagt, zur gleichen Zeit in Limburg das Fahrgeschäft aufzustellen: "Ich habe Thomas König (den Düsseldorfer Kirmes-Architekten) angerufen, und zehn Minuten später hatte ich die Zusage." Der "Encounter", der noch bis morgen in Nürnberg steht und dann nach Stuttgart reist, ist ein Rundtheater mit 80 Plätzen, das einerseits auf Technik-, Licht- und Soundeffekte setzt - andererseits aber auch auf die Fantasie der Kirmesbesucher.

"Die Show ist zwar gruselig, aber sie soll auch Spaß machen", erklärt der Erfinder: "Wenn man das Ganze ein bisschen überspitzt, hat das den Vorteil, dass die Leute zwischendurch auch lachen können." Außerdem sei es ihm wichtig, Kirmes-Fans regelmäßig Neues zu bieten. "Ich kaufe keine Attraktionen von der Stange", sagt Häsler. Andere Attraktionen seien oft jahrelang gleich, auch wenn sie außen eine neue Deko bekämen: "Das reicht mir nicht, daher entwickle ich die Sachen ständig weiter." Bis er nach Düsseldorf komme, werde sicher auch der "Encounter" noch etwas Neues zu bieten haben.

Quelle: RP
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