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Düsseldorf
Kita-Streik: Stadt erstattet 68.300 Euro

Kitastreik: Demonstration vor dem Landtag
Kitastreik: Demonstration vor dem Landtag FOTO: dpa, mjh sab
Düsseldorf . Die Landeshauptstadt hat die Folgen des Kita-Streiks weitgehend abgearbeitet. Bis jetzt sind nach Angaben des Rathauses 1293 Anträge von Eltern eingegangen, die Betreuungskosten oder das Essensgeld für die Zeit des Streiks erstattet haben wollen. 1161 Anträge, also rund 90 Prozent, sind bereits bearbeitet, die Stadt hat gut 68.300 Euro ausgezahlt. Von Christian Herrendorf

Die Verwaltung hatte eine Erstattung zunächst wegen des hohen Verwaltungsaufwands abgelehnt und wollte stattdessen den Kitas die Gesamtsumme zur Verfügung stellen. Angesichts der Länge des Streiks hatte sie ihre Haltung aber geändert.

Mit den Auszahlungen zählt Düsseldorf zu den Vorreitern in NRW. Zu den Städten, die auch bereits rückerstattet haben, zählen Münster und Bielefeld. Dortmund zahlte insgesamt 565.000 Euro an betroffene Eltern. In Aachen bekamen sie einen Monatsbeitrag zurück, insgesamt leistete die Stadt 320.000 Euro Rückzahlungen. In Köln und Essen steht ein entsprechender Ratsbeschluss, jedoch sind die Haushalte bisher nicht genehmigt worden. Die Eltern haben daher noch kein Geld bekommen.

Dass die Erstattungssummen in anderen Städten deutlich höher liegen als in Düsseldorf, hat zwei Ursachen. Zum einen hat die Stadt während des Streiks Notgruppen eingerichtet und zumindest eine teilweise Betreuung der Kinder ermöglicht. Zudem zahlen Eltern von Kindern, die drei Jahre und älter sind, keine Kitagebühren, sondern ausschließlich für das Mittagessen der Kinder (71 Euro). Für die Betreuung Unter-Dreijähriger fallen entsprechend dem Einkommen Gebühren an. Aktuell zahlen rund 360 von 6400 Eltern Kita-Beiträge.

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