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Düsseldorf
Kritik am Künstler-Verfahren zur Schadowstraße

Düsseldorf. Die Impulse von vier Künstlern für die Neugestaltung der Schadowstraße waren auf viel Ablehnung gestoßen - nun wird Kritik an dem Beteiligungs-Verfahren laut, mit dem sie in die Diskussion eingebunden wurden. "Künstler dürfen nicht das Opfer von schlechten Verfahren werden", sagt Jörg-Thomas Alvermann, Sprecher der Künstlergruppe Kukodus, die derzeit eine Kunstkommission für Düsseldorf vorbereitet. "Angesichts der mageren Ergebnisse beim Projekt Schadowstraße wird deutlich, dass wir eine deutlich bessere Kooperations- und Gestaltungskultur brauchen."

Die Künstler hatten Ideen zu Lichtgestaltung, Bodenbelag und der Begrünung eingebracht. Als ausgereifte Planung waren sie nicht gedacht gewesen - wurden aber von vielen Teilnehmern so verstanden. Das kritisieren auch die Grünen, die das Verfahren angeregt hatten. "Mit dem Antrag sollte nicht impliziert werden, dass die Gesamtplanung des öffentlichen Raumes von den Künstlern zu bearbeiten ist", heißt es. Manfred Neuenhaus (FDP) meint, man müsse die "Künstler schützen", schließlich habe die Politik das Verfahren gewollt. Sie sollen in das nun neu aufgerollte Verfahren weiter eingebunden werden.

Die Politik erhofft sich eine Verbesserung künftiger Prozesse durch die Kunstkommission, die im Frühjahr starten soll. Die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP hat gestern im Kulturausschuss einen Antrag zur Finanzierung beschlossen. Eingeplant sind 40.000 Euro für eine Geschäftsstelle. Die Kommission soll mehrheitlich aus Künstlern bestehen und über die Vergabe von Aufträgen für Kunst am Bau mitentscheiden. Als Pilotprojekt sollen Künstler beim Ausbau des Goethe-Gymnasiums eingebunden werden.

(arl)
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