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Düsseldorf
Heute Krisengespräch zum Marionettentheater

Düsseldorf. Das Marionettentheater fürchtet, seinen Betrieb im Palais Wittgenstein an der Bilker Straße zumindest vorübergehend einstellen zu müssen. Grund sind Auseinandersetzungen mit dem Amt für Gebäudemanagement über den Brandschutz in den Produktionsräumen der Bühne.

Es geht um den Keller, den das Theater bereits seit Jahrzehnten als Probebühne, Holzwerkstatt und Malersaal nutzt und um das einzige Büro unter dem Dach. Die Räumlichkeiten entsprechen nicht den heutigen Bestimmungen des Brand- und Arbeitsschutzes. Das hatte das städtische Amt für Gebäudemanagement bereits Ende vergangenen Jahres festgestellt, zunächst aber nichts unternommen, um in dem städtischen Gebäude Abhilfe zu schaffen. Nun hat die Behörde den Leiter des kleinen Theaters, Anton Bachleitner, heute zum Gespräch gebeten.

In den Fall war Bewegung gekommen, nachdem ein Mitarbeiter des Gebäudeamtes in den Ferien einen Angestellten des Theaters aus den Werkstätten gewiesen hatte. Das Theater hatte zunächst übergangsweise auf die Arbeitsräume verzichtet, doch bereits vor der Spielpause darauf hingewiesen, dass dies kein Dauerzustand sein könne. Nach dem Vorfall in den Ferien stand das Marionettenheater nun vor der Frage, wie es den Spielbetrieb ab dem 4. September wieder aufnehmen solle.

Gestern gab es eine erneute Begehung des Theaters mit einer Architektin und Mitarbeitern des Amtes für Gebäudemanagement. Ideen für eine Übergangsregelung, mit der das Marionettentheater die Arbeitsräume zumindest eingeschränkt weiter nutzen könnte, sollen sich dabei aber noch nicht abgezeichnet haben. Auf konstruktive Vorschläge hofft Bachleitner nun heute im Gespräch. "Ich habe die Verantwortung für meine Mitarbeiter und möchte sie natürlich keiner Gefahr aussetzen", sagt der Theater-Chef, "aber zuständig für das Gebäude ist die Stadt und damit jetzt am Zug. Ohne Werkstätten können wir nicht arbeiten."

(dok)
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