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Düsseldorf
Kinderbuchklassiker über tanzende Farben auf der Bühne

Düsseldorf. "Wer hat Angst vor Rot, Gelb und Blau" titelte der amerikanische Maler Barnett Newman ein Gemälde. Jahre später nannte Leo Lionni seinen Kinderbuchklassiker "Das kleine Blau und das kleine Gelb." Angst haben muss auch hier niemand, weil die gleichnamige Bühnenadaption der Düsseldorfer Choreographin Claudia Küppers ebenso charmant wie farbenfroh daherkommt. Von Thomas Hag

Die Tänzerinnen Charlotte Brohmeyer (Blau) und Kanako Minami (Gelb) verkörpern die beiden Farben und erzählen eine Geschichte von Kennenlernen, Widerstand und Vereinigung. Erst einmal sieht es gar nicht so gut aus um die beiden. Denn Blau entpuppt sich als miauende und fauchende Katze, aber Gelb kann Karate.

Mitgebracht haben beide ein ganzes Arsenal von Gegenständen, blaue und gelbe natürlich, mit denen man herrlich Geräusche machen und die man sich wunderbar gegenseitig an den Kopf werfen kann. Alltagsgegenstände werden zu Spielsachen, die zum Vehikel der Fantasie werden. Man kann aus sich schlängelndem Band wunderbare Wellen machen, ein Eimer wird zum Boot, eine Stück Holz zum Ruder.

Man ahnt schon, langsam nähern sich die Kratzbürsten einander an, und man weiß: Blau und Gelb gibt Grün. So verbinden sie sich unter grünem Strampler zu einem vierbeinigen und vielarmigen neuen Wesen. All das wird untermalt von den Soundarrangements Thomas Heides, der mit entspannten elektronischen Klängen zwischen Drum 'n' Bass (wenn es mal hektischer wird) und sanfterem Gitarrenhall das Geschehen untermalt. Die beiden Tänzerinnen ergänzen sich auf Trefflichste, agieren zwischen Aggressivität und Verspieltheit, bis es sie zueinander treibt. Es gibt viel zu entdecken in dieser blau-gelben Welt, vor der sich keiner fürchten muss. Ab sechs Jahren.

Info Zwei Termine gibt es noch im Februar: Heute um 16 Uhr und morgen um 15 Uhr, jeweils im Theatermuseum, Jägerhofstraße 1

Quelle: RP
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