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Gastrotipp
Von Fusilli bis Mafaldine

Gastrotipp: Von Fusilli bis Mafaldine
Pastalicious-Betriebsleiter Dennis Strehl stellt mit seinem Team morgens die Pasta frisch her. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Die Idee ist einfach, die Nachfrage riesig: Das kleine Lokal Pastalicious ist ein neuer Anbieter für gutes und schnelles Mittagessen auf dem Carlsplatz. Von Holger Lodahl

Mit dieser Adresse kann doch nichts schiefgehen. Als das kleine Lokal mit der Anschrift "Carlsplatz 1" frei wurde, haben Hansjörg Schweizer und Manuel Weiner schnell den Mietvertrag unterschrieben. "Die gute Lage hat uns überzeugt", sagt Weiner. Eine weise Entscheidung: Seit die Geschäftsleute am berühmtesten Marktplatz Düsseldorfs ihr "Pastalicious" eröffnet haben, ist das kleine Lokal ein Hit - und das, obwohl es eigentlich nichts bahnbrechend Neues zum Essen gibt. Es ist eher die schlichte Idee, die überzeugt - gepaart mit schnellem Service und einem gut gelaunten Team. Und die gute Lage am Carlsplatz selbstverständlich.

Beim Schritt durch den Eingang offenbart sich mit einem Blick das Angebot: Nudeln, Nudeln, Nudeln und Nudeln nämlich gibt es. Vier Pasta-Sorten liegen gut sichtbar auf vier Holztabletts in einer gläsernen Vitrine. Spaghetti, Fusilli, Mafaldine und Conchiglie stehen zur Wahl, dazu die Soßen Napoli (5,90 Euro), Bolognese (6,90 Euro), Lachs (7,50 Euro), Carbonara (6,90 Euro) und Pesto (6,90 Euro). Obwohl sich diese Möglichkeiten doch schnell erschließen dürften, bleiben viele Gäste erst einmal stehen. Sie schauen sich etwas ungläubig in dem mit nur zwei Tischen und schlicht gestalteten Lokal um, als ob sie noch einen weiteren Raum oder einen anderen Tresen erwarten.

Dennis Strehl scheint das schon zu kennen. Der Betriebsleiter im Pastalicious mag ein wenig belustigt sein über die irritierten Blicke seiner Gäste. "Na, habt Ihr auch Hunger?", fragt er zuweilen die im Raum stehenden Gäste gut gelaunt und wird nicht müde, das Pastalicious-Konzept zu erklären: Erst eine Nudel-Variante aussuchen, dann eine Soße wählen und abschließend die Speise mit einem Topping krönen. Parmesan, Oliven, Pinienkerne, Rucola, Büffel-Mozzarella und Peperoni stehen zur Wahl. Es dauert nur wenige Minuten, bis die Bestellung fertig ist. Weil es einen Tisch-Service nicht gibt, ruft Dennis Strehl dann einfach laut, welche Bestellung abholbereit ist, und schon kann das Pasta-Mampfen beginnen - bei gutem Wetter übrigens an angenehm hohen Tischen vor dem Lokal.

Die üppig gefüllten Schalen sehen sehr appetitlich aus. Das Gelb der Nudeln blitzt von der Basis her, darüber zerfließen in knalligem Braun-Rot die Bolognese- oder die Napoli-Soße, während das tiefe Grün vom Rucola oder das Schwarz der Oliven dem Mahl einen gesunden Aspekt verleihen. Die Bolognese ist richtig gut - schön gewürzt, mit vielen kleinen Gemüsestücken und mit ordentlich Fleisch. Auch das Pasta-Bolognese-Verhältnis stimmt. Die Napoli-Soße aber ist etwas mau und könnte wesentlich mehr Aroma vertragen. Ausgeglichen wird dieses kleine Manko durch den sehr knackigen Rucola, die Oliven und den Parmesan. An den Toppings wird im Pastalicious nicht gespart.

Gut zu wissen, dass die Nudeln frisch sind. Die Mitarbeiter stellen die Pasta jeden Morgen im Laden her. Ist die Nachfrage groß und die Ware irgendwann verkauft, werden nachmittags noch einmal die zwei Pasta-Maschinen angeschmissen, erklärt Inhaber Manuel Weiner. Die Soßen liefern Produzenten aus dem Stadtgebiet, sagt er. "Aus frischen Zutaten, vielen Kräutern und 100 Prozent Rindfleisch - da machen wir keine Kompromisse." Gegessen wird mit Besteck, das wegen seiner Herstellung aus Zuckerrohr kompostierbar ist. Die Schalen sind aus Recycle-Material. "Wir wollen den ökologischen Fußabdruck vom Pastalicious so klein wie möglich halten", sagt Weiner.

Quelle: RP
 
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