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Düsseldorf
Luxuswohnungen schlechter zu verkaufen

Düsseldorf: Luxuswohnungen schlechter zu verkaufen
Heinrich-Heine-Gärten an der Grenze von Oberkassel zu Heerdt. FOTO: Bauer
Düsseldorf. Noch vor einem Jahr war das Thema Luxuswohnungen ein heißes Eisen. Sogar Bauminister Michael Groschek warnte davor, Düsseldorf könne wegen der vielen teuren Bauprojekte zum Luxusghetto werden. Doch jetzt verdichten sich die Zeichen, dass der Markt mehr als gesättigt ist. Von Thorsten Breitkopf

Wohnimmobilien sind zwar generell gesucht - aber selbst in den Großstädten nicht mehr zu jedem Preis. Die Bausparkasse LBS NordWest hat die Vermarktungszeiten von Eigentumswohnungen ausgewertet und festgestellt, dass sich die Vertriebsdauer in den teuren Segmenten binnen eines Jahres teilweise verdreifacht hat.

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So fand eine gebrauchte Wohnung der Preisklasse zwischen 4000 und 5000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche in Düsseldorf 2013/2014 noch in weniger als vier Monaten einen Käufer. Ein Jahr später dauerte das schon fast neun Monate. Ähnlich sieht es bei den 1000 Euro teureren Neubauobjekten aus: Nach nur fünf Monaten waren die früher weg, jetzt brauchen die Käufer doppelt so lange für die Unterschrift.

"Wir führen das auf eine Sättigung der Zielgruppe im Luxussegment zurück", sagt Roland Hustert, Geschäftsführer der LBS Nord-West. Die Zahl der Selbstnutzer, die für Lage und Ausstattung fast jeden Preis zahlen können und wollen, sei endlich. Und auch die Investoren halten sich zunehmend zurück, denn Mieter für teure Objekte zu finden werde nicht einfacher.

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In Köln ist die Entwicklung noch nicht ganz so augenfällig. Die Preise steigen wegen extremer Nachfrage weiter deutlich - und die Wohnungskäufer ziehen notgedrungen mit. Die Vermarktungsdauer der teuren Gebrauchtwohnungen legte von neun auf elf Monate zu, im gehobenen Neubaubereich blieb sie mit neun Monaten unverändert. Aber auch hier gibt es offensichtlich Grenzen: Das Luxussegment jenseits der 6000 Euro pro Quadratmeter verdreifachte seine Verweildauer auf satte 15 Monate.

Hustert: "Investoren sind gut beraten, mehr auf das 'Brot- und Butter-Geschäft' zu setzen, wenn sie auch künftig noch zügig Käufer oder Mieter finden wollen." Denn bezahlbare Wohnungen sind anders als Luxus gefragter denn je.

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Quelle: RP
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