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Düsseldorf
Minister Johannes Remmel diskutiert mit Handwerk

Düsseldorf. Zu viel Bürokratie bei der Dokumentation, zu hohe Strafen für kleine Vergehen, zu viele Auflagen, die es in der Industrie so nicht gibt: Für die klein- und mittelständischen Unternehmer des Lebensmittelhandwerks gab es beim Politischen Frühstück mit Umwelt- und Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne) in der Handwerkskammer Diskussionsbedarf. "Die Gebühren steigen, die wir aber nicht auf die Verbraucher umlegen können", klagte Sabine Görgen vom Fleischerinnungsverband. Damit meint sie zum Beispiel die Regelgebühr, die es in Niedersachsen schon gibt und die in NRW geplant ist. Im Lebensmittelhandwerk zahle man ohnehin schon genug Gebühren, war man sich einig. "Bäcker und Metzger, die direkt vom Bauern die Produkte beziehen, sollten weniger Auflagen haben", forderte Rolf Peter Weichold.

Für Remmel sind Kontrollen und Auflagen unumgänglich: "Wir müssen alles auf einen Standard bringen, damit es kein Versagen mehr gibt." Man könne darüber nachdenken, ob das Lebensmittelhandwerk selbst die Kontrolle übernimmt. "So wie es die Milchwirtschaft macht. So ein Verband muss allerdings auch bezahlt werden", so Remmel. Gleichwohl gestand der Minister Defizite bei der Überwachung in der Industrie ein, "dem müssen wir uns stellen". Das Lebensmittelhandwerk sei ein bedeutender Faktor für die Wirtschaft, aber in der Lebensmitteldiskussion stünden meist Produzenten und Verbraucher im Mittelpunkt. "Dabei ist Lebensmittelhandwerk ein Kunsthandwerk. Das müssen wir in die Köpfe der Verbraucher bringen", sagte Johannes Remmel.

(esc)
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